Die Parakanã jagen, fischen, sammeln zur Selbstversorgung. Deshalb sind der Wald und der Fluss auch so wichtig für sie. Die Indigenen versuchen so gut sie können, ihre Sprache, Kultur, Handwerk, Ernährung zu bewahren. Sobald Geld ins Spiel kommt, gerät die Welt der Indigenen aber häufig aus den Fugen.

Die Parakanã haben Gegenstände wie Kühlschränke oder Motorräder von "Belo Monte"-Betreiber "Norte Energia" bekommen und teilweise verkauft. Neben dem Fußballplatz ist immer noch der Landeplatz, auf dem die Flugzeuge mit den Kühlschränken landeten. Einige Männer kaufen sich von dem Geld Alkohol, dem sie verfallen, oder gehen in die Bordelle.

Kawore Parakanã versucht den Konsum bei den Jugendlichen zu unterbinden, indem er deren Familien Zuschüsse aus dem Sozialprogramm streicht. Kawore weiß um die Bedeutung seines Volkes. "Wir haben auch unser Wissen, wie die natürlichen Ressourcen zu nutzen sind, die Erde zu schützen ist. Die Erde ist unser Leben", sagt er. "Deswegen kämpfen wir." Die Indigenen verstehen sich als "Hüter des Waldes" und tragen zum Klimaschutz bei. Das Amazonas-Gebiet ist der größte CO²-Speicher der Welt. Doch Kawore sagt auch: "Heute gibt es sehr viel Bedrohung und sehr wenig Schutz. Die Regierung will den Indigenen den Garaus machen."