Colombo. Die Selbstmordattentäter der Anschläge zu Ostern in Sri Lanka haben nach Angaben von Ermittlern keine direkten Kontakte zur Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) unterhalten. Die Angreifer teilten jedoch die Ideologie des IS, wie der leitende Kriminalbeamte Ravi Seneviratne am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss in Colombo sagte.

Mitglieder der für die Anschläge verantwortlichen Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) überzeugten die IS-Miliz demnach, die Taten für sich zu reklamieren. Der IS hatte zwei Tage nach den Anschlägen ein Video veröffentlicht, in dem NTJ-Anführer Zahran Hashim und sieben andere Extremisten einen Treueeid auf IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi schworen.

Bei der Anschlagsserie auf mehrere Kirchen und Hotels waren am Ostersonntag insgesamt 258 Menschen getötet und fast 500 weitere verletzt worden. Abweichend von den bisherigen offiziellen Erklärungen hatte Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena vor einer Woche Drogenbanden für die Anschläge verantwortlich gemacht. (apa, afp)