Sarajevo. Ob Wien, Berlin, Vancouver oder Sydney - quer über die Kontinente hinweg will die Pride-Bewegung die Sichtbarkeit für LGBTI-Menschen schaffen - unter anderem mit jährlichen Paraden. Erstmals findet am Sonntag in Bosnien-Herzegowina in Sarajevo ein solch buntes Pride-Event der Community statt.

Dort wurden unterdessen auch einige Kundgebungen von Gegnern der Parade angekündigt. Laut bosnischen Medienberichten werden mehr deshalb mehr als 1100 Ordungshüter im Einsatz sein, um für die Sicherheit von rund 500 angemeldeten Teilnehmer der Schwulenparade zu sorgen.

Es gebe keinen Grund dafür, dass Bosnien-Herzegowina das einzige Land in der Region bleibe, in welchem eine friedliche Kundgebung der LGBTI-Gemeinschaft nicht möglich sei, heißt es in einer Aussendung des Hohen Bosnien-Beauftragten. Die zuständigen Behörden sollten alle Maßnahmen treffen, um eine friedliche Kundgebung ohne Unterbrechung und ohne Angst der Teilnehmer vor Gewalt zu garantieren.

Die Parade wird im engsten Stadtzentrum Sarajevos stattfinden. Die Strecke, auf der sich die Teilnehmer bewegen, wird für den Verkehr gesperrt sein. Dies soll auch durch eine Blockade der Zufahrtstraßen gesichert werden, hieß es in Medienberichten am Freitag. (apa)