Trotz großer Herausforderungen und Probleme, vor denen die Menschheit im neuen Jahrzehnt steht, haben weltweit Millionen von Menschen auf Straßen und Plätzen in das Jahr 2020 hineingefeiert. Eine der ersten Millionenmetropolen, in denen das neue Jahrzehnt begann, war Sydney. In der australischen Metropole gab es wie üblich ein gigantisches Feuerwerk am Hafen, ungeachtet der verheerenden Buschbrände, die Australien seit Wochen heimsuchen.

In New York fand vor zahlreichen Feiernden am Times Square die traditionelle Silvesterparty statt. Rio de Janeiro in Brasilien läutete mit geschätzt drei Millionen Feiernden das neue Jahr ein, wo an der berühmten Copacabana das traditionelle Feuerwerk gezündet wurde.

In Europa fanden einige der größten Silvesterpartys in Paris und London statt. Die seit Wochen andauernden Streiks im Verkehrssystem gegen die Pensionsreformpläne von Staatschef Emmanuel Macron hinderten zehntausende Menschen nicht daran, auf der Prachtstraße Champs-Elysées zusammenzuströmen. Macron kündigte in seiner Neujahrsansprache an, an seiner Pensionsreform festzuhalten.

In London verfolgten tausende Partygänger an der Themse das Feuerwerk. Um Mitternacht erklangen die Glocken von Big Ben, des berühmten Turms am Parlamentssitz - sie läuteten für Großbritannien ein Jahr ein, in dem es die EU verlassen dürfte. Bei der größten deutschen Silvesterparty auf der Berliner Festmeile ging es laut Polizei überwiegend friedlich zu.

800.000 Personen beim Wiener Silvesterpfad

Rund 800.000 Menschen sind bei der 30. Ausgabe des Wiener Silvesterpfads feiernd durch die Stadt gezogen. Ein Feuerwerk am Rathausplatz wurde wegen zu starken Windes abgesagt. Die Polizei zog eine zufriedenstellende Bilanz.

Als weltweit Erste - bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit - hatten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia den Jahreswechsel gefeiert. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen.

In Japan erklangen die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen.

In der russischen Hauptstadt Moskau lagen sich Zehntausende Menschen bei einem großen Fest am Roten Platz in den Armen. In Madrid wiederum begrüßten Zehntausende das neue Jahr unter der Turmuhr an der Puerta del Sol im Zentrum der Stadt. Bei jedem Glockenschlag aßen sie - wie es die Tradition verlangt - eine Weintraube.

Tote gab es in Frankreich und Italien: Im nordostfranzösischen Haguenau wurden ein 30-Jähriger getötet und 50 weitere Menschen durch die Explosion von Feuerwerkskörpern verletzt. In Italien starb ein 27-jähriger Mann im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Pyrotechnik, insgesamt 204 Menschen wurden verletzt. In Wien verletzten sich zwei Männer beim Böller-Schießen schwer. (apa, afp, dpa)