Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kämpft auf der Coronavirus-Front auch gegen Gerüchte, Halbwahrheiten und Falschinformationen. Unter dem Stichwort "Myth busters" wird auf der Webseite unter anderem darauf eingegangen, dass Knoblauch nicht schützt.

Die WHO hat mit Gerüchten rund um das Coronavirus ihre liebe Not: "Wir kämpfen nicht nur gegen eine Epidemie, sondern auch gegen eine Infodemie. Fake News verbreiten sich schneller und einfacher als dieses Virus, und sie sind genauso gefährlich", beklagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die gute Nachricht für Tierhalter: Bisher gibt es keine Indizien, dass sich die Hauskatze oder der Haushund infizieren können. Es sei jedoch immer eine gute Idee, die Hände nach dem Kontakt mit Haustieren mit Wasser und Seife zu waschen, heißt es von der WHO. Das schütze nämlich vor verschiedenen verbreiteten Bakterien wie E. coli und Salmonellen, die zwischen Haustieren und Menschen übertragen werden können.

Händetrockner können dem Virus nichts anhaben

Händetrockner jedenfalls töten das Coronavirus nicht ab, so die Weltgesundheitsorganisation. Um sich vor dem neuen Virus zu schützen, soll man sich häufig die Hände waschen und danach ordentlich mit Papierhandtüchern abtrocknen.

Von einer Bestrahlung mit UV-Lampen gegen das Coronavirus rät die WHO ab, da Hautreizungen drohen. Auch das besprühen der Haut mit Alkohol oder Chlor helfe nicht, wenn die Viren schon im Körper sind. Auch Sesamöl tötet das Coronavirus nicht ab. Es gibt einige chemische Desinfektionsmittel, die das 2019-nCoV auf Oberflächen abtöten können. Dazu gehören Desinfektionsmittel auf Bleich-/Chlorbasis, manche Lösungsmittel, Ethanol (75 Prozent), Peressigsäure und Chloroform. Die Mittel können zum Desinfizieren von Oberflächen verwendet werden, dürfen aber nicht auf die Haut.

Ungefährlich sei es, einen Brief oder ein Packerl aus China entgegenzunehmen. "Aus früheren Analysen wissen wir, dass Coronaviren auf Objekten wie Briefen oder Paketen nicht lange überleben", so die WHO. Antibiotika und Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie der Pneumokokken-Impfstoff und der Impfstoff gegen Haemophilus influenza Typ B (Hib) bieten keinen Schutz gegen das neue Coronavirus. Es braucht einen eigenen Impfstoff benötigt. Forscher versuchen, einen Impfstoff zu entwickeln, und die WHO unterstützt ihre Bemühungen.

Auch das regelmäßige Spülen der Nase mit einer Kochsalzlösung schütze nicht vor einer Coronavirus-Infektion. Es gibt nur wenige Hinweise darauf, dass dies dazu beitragen kann, dass sich Menschen schneller von einer Verkühlung erholen. (apa)