Erstmals seit Ende Jänner hat China in der Coronavirus-Krise keinen neuen Todesfall mehr gemeldet. Zudem sei die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen gesunken, wie die Nationale Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte. Sie sei am Montag auf 32 gegenüber 39 am Sonntag gefallen. Alle neuen Fälle gingen demnach auf eingereiste Menschen zurück. Eine Ansteckung im Inland sei nicht gemeldet worden.

Damit stieg die Zahl der registrierten Infektionen auf 81.740. Insgesamt 3.331 Menschen starben nach offiziellen Angaben bisher mit oder an der Atemwegserkrankung Covid-19. Die Behörden kündigten zudem an, die Abriegelung der Elf-Millionenstadt Wuhan, in der das Virus Ende 2019 ausgebrochen war, am Mittwoch aufzuheben. Erstmals seit 23. Jänner sollen die Bewohner die Stadt wieder verlassen dürfen. Seit 14 Tagen wurden aus Wuhan nur noch zwei Neuinfektionen gemeldet.

Zweifaches Risiko

Seitdem der Höhepunkt der Infektionen in China im Februar überschritten worden war, konzentrierten die Behörden ihre Aufmerksamkeit auf aus dem Ausland eingeschleppte Fälle und auf infizierte Personen ohne Symptome, die aber dennoch das Virus weitergeben können. China sei mit einem "zweifachen Risiko" von sogenannten importierten Infektionen und inländischen Cluster-Ausbrüchen konfrontiert, sagte ein Kommissionssprecher. So habe die nordöstliche Provinz Heilongjiang 20 neue Fälle gemeldet, bei allen handle es sich um chinesische Bürger, die aus dem benachbarten Russland zurückgekehrt seien. (apa, afp, reuters)