Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 begann für viele die große Flucht. Der Zweite Weltkrieg war zu Ende, nicht nur Vertriebene, Zwangsarbeiter und versprengte Soldaten bewegten sich in Kolonnen quer durch Europa. Nazi-Kriegsverbrecher und NS-Größen wurden zu Gejagten, jetzt waren sie es, denen es an den Kragen ging. Adolf Hitler, Joseph Goebbels und wenig später Heinrich Himmler entzogen sich durch Selbstmord der Bestrafung, aber viele wurden gefasst und in Nürnberg vor ein Tribunal gestellt.

Einigen Kriegsverbrechern wie dem in Linz aufgewachsenen Adolf Eichmann und dem Österreicher Alois Brunner gelang die Flucht. Sie tauchten unter und wurden erst viel später gefasst oder nie zur Rechenschaft gezogen. Hitlers "Büroleiter" Martin Bormann galt lange als verschollen, bevor festgestellt werden konnte, dass er schon 1945 Selbstmord begangen hatte. Und der von den Nazis als "Held" gefeierte SS-Obersturmbannführer und "Mussolini-Befreier" Otto Skorzeny, ein Wiener, konnte sich nach Spanien absetzen, wo er nach 1945 unbehelligt seinen Geschäften nachging.

Letzte Verfahren
gegen SS-Wachleute

Die Verfolgung von NS-Kriegsverbrechern ist bis heute nicht abgeschlossen. Nach Angaben des Simon-Wiesenthal-Zentrums gibt es immer noch drei Verfahren. Zwei davon finden in Deutschland statt, eines in den USA. In Deutschland handelt es sich um ehemalige SS-Wachleute aus dem Konzentrationslager Stutthof bei Danzig. Außerdem wurden im Zeitraum von April 2018 bis Dezember 2019 in 251 Fällen Ermittlungen in sieben Ländern aufgenommen. 194 davon in Polen und 50 in Deutschland.

Die Strafverfolgung von NS-Kriegsverbrechen sei "immer noch möglich", aber sie werde "immer schwieriger", sagte zuletzt der Nazi-Jäger Ephraim Zuroff, Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem. Das nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise, die die Ermittlungen und Prozesse erschwert. Das Coronavirus sei eine "Katastrophe", die "möglicherweise die letzten Bemühungen, Nazi-Kriegsverbrecher für ihre Untaten zur Verantwortung zu ziehen, beenden wird", befürchtet Zuroff. Verdächtige wie Opfer gehörten zur gefährdetesten Altersgruppe.

Zuletzt ist ein 93 Jahre alter Angeklagter, dem Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen wird, mit Maske vor einem Hamburger Gericht erschienen. Bei den letzten Angeklagten handelt es sich meistens um mutmaßliche KZ-Wächter, die zu Kriegsende oft nicht älter als 18 Jahre waren. Und die sich einer Verurteilung bis zum heutigen Tag erfolgreich hatten entziehen können.

Wobei die siegreichen Alliierten Anfang Mai 1945 bereits über detaillierte Aufstellungen der Namen und Adressen höherer und höchster NS-Funktionäre verfügten, wie Zeitzeugen der "Wiener Zeitung" erzählten. Kommandos der Roten Armee durchsuchten etwa in Wien die Wohnungen hoher Funktionäre der Gauleitung. Wurden sie dort nicht fündig, durchsuchten sie das gesamte Haus, so der Zeitzeuge Gert Sabidussi. Wurden sie auch dann nicht fündig, versuchten sie den Gesuchten abzupassen, indem sie in der Wohnung einige Tage auf ihn warteten. Sowjetische Soldaten durchkämmten auch Lazarette und Krankenstationen nach SS-Angehörigen, wie der Historiker und Zeitzeuge Gerald Stourzh berichtet.

In den Tagen und Wochen nach der deutschen Kapitulation wurden führende Nationalsozialisten auch von Österreichs Justiz mit Nachdruck verfolgt, wie Hellmut Butterweck in seinem Buch "Verurteilt & Begnadigt" in akribischer Recherchearbeit nachgewiesen hat. Es war ein "Frühling der Nazigegner", der freilich nur kurz währte und der bereits von zahlreichen Widersprüchen geprägt war. Später wurden NS-Straftäter von den "Volksgerichten" immer öfter schonend behandelt. Die typisch österreichische "Politik des Vergessens" machte sich breit, sie wurde sogar als etwas Positives propagiert.

Todesstrafe für Wiederbetätigung

Zunächst sollte es den Nazis nach dem Willen der neuen österreichischen Regierung an den Kragen gehen. Nur einen Tag nach der Ausrufung der Unabhängigkeit Österreichs am 27. April 1945 hieß es in einer Regierungserklärung, dass alle die, die keine bloßen Mitläufer, sondern überzeugte Täter gewesen wären, nicht mit Milde rechnen könnten.

Rasch waren das Verbotsgesetz und das Kriegsverbrechergesetz ausgearbeitet, die im Lauf des Jahres 1945 in Kraft traten. Illegale Nazis, also alle die, die schon vor dem Anschluss 1938 Mitglieder der damals verbotenen NSDAP gewesen waren, sollten pauschal zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die Verbüßung aber ausgesetzt werden. Allerdings gab es von Anfang an Ausnahmen, wenn der Betreffende seine Parteimitgliedschaft "nicht ausgenützt" und sich schon vor dem Mai 1945 positiv zum Österreich-Gedanken geäußert hatte.

Die ersten Urteile waren im Vergleich zu dem, was folgte, hart. Auf Wiederbetätigung stand die Todesstrafe. Den Mitläufern aber sollte als "Minderbelasteten" die Möglichkeit gegeben werden, am Aufbau Österreichs mitzuwirken. Das galt auch für die, die zwar Mitglied der NSDAP waren, sich aber sonst nichts zuschulden kommen lassen hatten. Wobei diese von den Volksgerichten vergleichsweise hart angefasst wurden, wie Butterweck schreibt. Brutale "Radaunazis" kamen oft sehr glimpflich davon.

Die österreichischen Volksgerichte haben vom Sommer 1945 bis Ende 1955 in mehr als 23.000 Prozessen mehr als 13.000 Personen schuldig gesprochen und 43 Todesurteile verhängt. Davon wurden 30 tatsächlich vollstreckt, zwei Verurteilte haben vor der Hinrichtung Selbstmord begangen.

Manche Todesstrafen wurden, so Butterweck, offenbar deshalb schnell vollstreckt, um einen Belastungszeugen gegen hohe Gestapo-Beamte zu beseitigen. Das sei möglicherweise der Fall gewesen bei dem Prozess gegen den ehemaligen SS-Hauptsturmführer Anton Brunner, genannt Brunner II, der Ressortleiter der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" war und damit laut Anklage für die Verschickung von mindestens 48.000 Juden aus Wien verantwortlich gewesen ist. Brunner war nach Kriegsende verhaftet und vor ein Volksgericht gestellt worden. Er deutete in seinem Prozess an, dass es einige Mittäter gegeben habe, die entschieden hätten, ob Juden deportiert wurden oder ob die Deportation aufgeschoben wurde. Der Vorsitzende des Gerichts wollte die Namen dieser Mittäter allerdings nicht wissen.

Der Prozess begann am 6. Mai 1946, Anton Brunner wurde am 10. Mai zum Tod verurteilt, das Urteil am 24. Mai vollstreckt, Brunner endete am Galgen. "Kein anderes Todesurteil des Wiener Volksgerichts wurde mit solch einer Eile vollstreckt", schreibt Butterweck in seinem Buch. "Dass damit ein wichtiger Belastungszeuge gegen mögliche Mittäter verloren ging oder beseitigt wurde, liegt auf der Hand." Und: "Nutznießer könnten mehrere höhere Wiener Gestapobeamte gewesen sein, vor allem Johann Rixinger, der ,Judenreferent vom Morzinplatz‘, dessen Verfahren knapp eineinhalb Jahre später angesetzt wurde."

Heinrich Himmlers Vollstrecker verwischte alle Spuren

Zu dieser Zeit war Adolf Eichmann, Heinrich Himmlers Ausführender der "Endlösung", längst unter falschem Namen untergetaucht. Erst 1960 konnte er von Mossad-Agenten in Argentinien gefasst und in Israel vor Gericht gestellt werden. Davor war er allen Versuchen, ihn festzunehmen, entkommen, auch wenn niemand Geringerer als Ben Gurion, der Staatsgründer Israels, die Ergreifung des Massenmörders zur obersten Priorität erklärt hatte. Allerdings hat Eichmann, auch als er noch im "Reichssicherheitshauptamt" für Vertreibung, Verfolgung und Deportation von Millionen Juden zuständig und als die Wehrmacht an allen Fronten siegreich war, versucht, möglichst wenig Spuren zu hinterlassen. Unterlagen, die ihn später belasten könnten, ließ er noch vor Kriegsende verschwinden. So war es für seine Verfolger ab 1945 enorm schwierig, überhaupt ein Foto von Eichmann aufzutreiben, um ihn so im Fall einer Festnahme identifizieren zu können.

Eichmanns Verfolger gingen davon aus, dass er am ehesten in Österreich aufzufinden wäre. Immerhin war er in Linz aufgewachsen und hatte in Österreich seine Familie.

Doch zunächst schlugen allen Versuche, ihn zu fassen, fehl. Eichmann war zwar knapp vor Ende des Krieges tatsächlich von Prag nach Österreich gegangen. Anfang Mai 1945 traf er in Altaussee ein, wo er seinen Chef, den Leiter des "Reichssicherheitshauptamtes", Ernst Kaltenbrunner, treffen wollte. Kaltenbrunner war ebenfalls aus Österreich und in Ried im Innkreis geboren. Er wollte Eichmann aber kurz vor dem militärischen Zusammenbruch auf keinen Fall empfangen.

Der israelische Autor Moshe Pearlman, der ein Standardwerk über die Ergreifung Eichmanns geschrieben hat, geht davon aus, dass für Eichmann Selbstmord nie eine Option war. Er habe vielmehr "von Anfang an die Absicht" gehabt, "seinen Verfolgern ein Schnippchen zu schlagen".

Auf Nummer sicher: Aus Eichmann wird Eckmann

Eichmann machte sich noch in der ersten Maiwoche 1945 mit seinem Adjutanten zu Fuß auf den Weg nach Bad Ischl. Dabei wurde sie von einer amerikanischen Patrouille angehalten und durften den Weg fortsetzen. Sie gaben an, nur kleine Luftwaffen-Unteroffiziere zu sein, die vom Krieg genug hätten. Ihre SS-Uniformen hatten beide weggeworfen und durch zerlumpte Wehrmachtsuniformen getauscht. Wenig später wurden beide wieder von US-Soldaten angehalten und in ein Lager für Kriegsgefangenen gebracht. Nach ein paar Wochen wurde bei Eichmann, der sich als "Barth" ausgab, wie bei allen SS-Führern eine Tätowierung unter der Achsel gefunden, die seine Blutgruppe angab. Nun gestand Eichmann im Verhör, dass er tatsächlich ein SS-Führer wäre, aber als Angehöriger der Waffen-SS zur kämpfenden Truppe gehört habe.

Jetzt wurde er in ein Kriegsgefangenenlager für SS-Führer nach Weiden gebracht. Nun gab er an, dass er nicht Barth, sondern Eckmann heiße. "Eckmann" wählte er für den Fall, dass er sich einmal versprechen und seinen richtigen Namen nennen sollte. Dann, so Eichmanns Plan, könne er immer noch behaupten, er habe "Eckmann" gesagt. Seinen Geburtsort gab er mit Breslau an, weil er wusste, dass dort sämtliche Standesämter in Schutt und Asche lagen, seine Angaben also nicht überprüfbar waren. Eichmann kam in ein Lager in Oberdachstetten, war in Einzelhaft, wurde mehrfach verhört, von den Amerikanern aber als harmlos eingestuft.

Mittlerweile hatten die Kriegsverbrecher-Verfahren in Nürnberg begonnen und spätestens dort wurde klar, dass Eichmann bei der Vernichtung von sechs Millionen Juden eine zentrale Rolle gespielt hatte. Eichmann wurde deshalb die Lage im SS-Kriegsgefangenenlager zu heikel und er beschloss, Anfang 1946 zu flüchten. Dabei bekam er Hilfe von mitgefangenen Kameraden, die erst jetzt von Eichmanns wahrer Identität erfuhren. Sie beschafften ihm Kontaktpersonen in Deutschland und Papiere für eine neue Identität. Aus Eckmann wurde nun ein Otto Heininger. Die SS-Tätowierung ließ sich Eichmann von einem Sanitäter entfernen, allerdings blieb eine Narbe zurück.

Das Kriegsgefangenenlager war schlecht bewacht, Eichmann hatte bei seiner Flucht keine Schwierigkeiten. Er fuhr mit dem Zug nach München, dann nach Prien. Dort blieb er sechs Wochen, dann machte er sich zu Fuß in Richtung Norden auf. Er wurde nicht angehalten und kontrolliert. Wäre das passiert, wollte sich Eichmann als überlebender Jude aus einem Konzentrationslager ausgeben. Er wusste ziemlich genau, wie das Leben dort ablief, und hätte deshalb jeden Kontrollposten rasch überzeugen können.

Anfang März 1946 kam er in Celle an und meldete sich als Arbeiter bei einem Förster, der der Bruder eines Kameraden aus dem SS-Gefangenenlager war. Drei Jahre lebte er unerkannt als Holzfäller Otto Heninger in der Lüneburger Heide. Ein Leben, das er nicht ewig führen wollte. Mit Hilfe des Nazi-Netzwerks Odessa ("Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen) und eines Franziskanerpaters konnte er als Richard Klement über Italien nach Argentinien gelangen, wo er erst 1960 gestellt wurde.

Einer der wichtigsten Mitarbeiter Adolf Eichmanns, Alois Brunner, wurde nie gefasst. Brunner, in Abgrenzung zu Anton Brunner "Brunner I" genannt, organisierte mit Eichmann die Juden-Deportationen aus Berlin, Wien, Frankreich und Griechenland. Der im Burgenland geborene SS-Hauptsturmführer wachte darüber, dass die Menschen nach Auschwitz transportiert wurden. 2009 oder 2010 verstarb er in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Im Jahr 2014 hat das Wiesenthal-Zentrum Brunner dann von der Liste der meistgesuchten NS-Verbrecher gestrichen.

Sauerkrautverkäufer
und Folterexperte

Brunner tauchte im Mai 1945 ebenso wie Eichmann unter und lebte unter falschem Namen in Essen. 1954 gelang ihm die Flucht nach Syrien. Dabei halfen auch ihm Seilschaften aus der Nazi-Ära. So reiste Brunner mit dem Pass seines ehemaligen SS-Kameraden namens Georg Fischer nach Syrien ein. Dort nahm er den Namen des Fluchthelfers an, lebte als Georg Fischer in Damaskus und eröffnete ein kleines Geschäft, in dem er westliche Produkte und selbst gemachtes Sauerkraut an zumeist europäische Kunden verkaufte.

Bald wurde der syrische Geheimdienst auf den Nazi-Schergen aufmerksam und Brunner diente sich dem Regime an. Eines der berüchtigtsten Folterinstrumente in Syrien soll auf ihn zurückgehen: der "deutsche Stuhl". Dabei wird der Häftling auf ein stuhlähnliches Gerät gesetzt, das aus beweglichen Teilen besteht und mit dem der Körper des Gefangenen überdehnt wird. Häufig führt diese Methode dazu, dass den Opfern die Wirbelsäule gebrochen wird.

Das syrische Regime schützte Brunner. Französische Gerichte hatten ihn wegen seiner Verbrechen an den französischen Juden zweimal zum Tod und einmal zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch die deutschen Behörden wurden aktiv, die Länder Hessen und Nordrhein-Westfalen setzten eine Belohnung von einer halben Million Mark für Hinweise zu seinem Aufenthaltsort aus. Das Assad-Regime behauptete allerdings stets, es kenne keinen Alois Brunner.

Ernst Kaltenbrunner und Odilo Globocnik wurden gefasst

Als 1986 der damalige österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim während seines Staatsbesuchs in Syrien Vizepräsident Abdelhalim Khaddam das österreichische Auslieferungsbegehren für Brunner alias Fischer überreichte, erhielt er am nächsten Tag von Khaddam die Auskunft: "Tut uns leid, einen Mann namens Georg Fischer gibt es in Syrien nicht."

Kurz zuvor hatte aber der "Krone"-Journalist Kurt Seinitz "Georg Fischer" in Damaskus getroffen und interviewt. Er habe "mit dem widerwärtigsten Menschen, der mir je untergekommen ist", gesprochen, so Seinitz danach. Ein Schlüsselsatz des Reuelosen lautete: "Seien Sie froh, dass ich das schöne Wien für Sie judenfrei gemacht habe."

Die meisten NS-Verbrecher konnten freilich nicht entkommen. So Ernst Kaltenbrunner, der sich zu Kriegsende in die "Alpenfestung" bei Altaussee zurückzog. Am 7. Mai 1945 floh Kaltenbrunner mit Hilfe von zwei Altausseer Jägern auf eine Almhütte, einer der Jäger verriet den am 8. Mai 1945 einrückenden Amerikanern das Versteck.

Am 12. Mai 1945 wurden Kaltenbrunner und sein Adjutant von US-Soldaten gefunden und festgenommen. Beide hatten falsche Papiere, die sie als Ärzte auswiesen. Doch in der Aschenlade der Holzheizung ihrer Hütte wurden Reste der Ausweise und die Erkennungsmarke Kaltenbrunners gefunden. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt.

Odilo Globocnik, der in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka mindestens 1,5 Millionen polnische Juden ermorden ließ, versuchte nach dem Krieg in seiner Heimat Kärnten unterzutauchen. Noch am 4. Mai 1945 gab er in Kötschach-Mauthen Durchhalteparolen für den Endsieg aus. Danach verließ er das Gailtal in Richtung Klagenfurt. Von dort flüchtete er auf die Möslacher Alm im Gebiet des Weißensees, von wo er sich mit anderen SS-Größen nach Italien durchschlagen wollte.

Am 31. Mai 1945 wurde die Gruppe von einem britischen Kommando festgenommen und sofort nach Paternion gebracht. Nach seinem ersten Verhör vergiftete sich Odilo Globocnik dort gegen Mittag mit Zyankali. Sein Leichnam wurde am Nachmittag seines Todestages auf einem Gemeinschaftsacker nahe der Ortschaft Kamering an der Drau anonym verscharrt.