Während Europa sich in Sachen Coronavirus auf dem Weg der Besserung wähnt, setzt die Pandemie anderen Teilen der Welt nach wie vor stark zu. Erst am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO von einem Rekordanstieg an bestätigten Fällen binnen 24 Stunden berichtet - die meisten in Amerika -, nun ist auch in Südafrika die Zahl erstmals über die Schwelle von 100.000 gestiegen. Südafrika ist das Land mit der mit Abstand höchsten Zahl von offiziell erfassten Coronavirus-Fällen auf dem afrikanischen Kontinent.

Ausgangsbeschränkungen mittlerweile gelockert

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in dem Land hatte zuletzt deutlich zugenommen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfällt mehr als die Hälfte der in ganz Afrika erfassten Coronavirus-Infektionsfälle auf Südafrika. Die Zahl der offiziell verzeichneten Corona-Toten in dem Land lag am Montag bei 1.991. Binnen 24 Stunden zählten die Behörden 61 weitere Todesfälle.

Am stärksten von der Pandemie betroffen ist die Provinz West Kap, in der die Küstenmetropole Kapstadt liegt. Als Reaktion auf die Ausbreitung des Virus hatte die Regierung im März rigorose Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Maßnahmen wurden inzwischen aber weitgehend aufgehoben. Die meisten Unternehmen haben den Betrieb wieder aufgenommen, auch viele Schulen wurden wieder geöffnet. (apa/afp)