Bewaffnete Angreifer haben bei einem Anschlag auf die Börse in Karachi mindestens sechs Menschen getötet. Unter den Toten seien vier Wachleute, ein Polizist und ein Zivilist, teilte die Polizei in der pakistanischen Finanzmetropole am Montag mit. Auch vier "Terroristen" seien getötet worden. Die Behörden machten eine Miliz aus der Provinz Baluchistan für den Angriff verantwortlich. Die "Baloch Liberation Army" (BLA) führt seit 2004 einen bewaffneten Kampf gegen den pakistanischen Staat. Ein offizielles Bekennerschreiben gab es vorerst nicht.

Die Polizei teilte weiter mit, Sicherheitskräfte hätten "moderne automatische Waffen und explosives Material von den Terroristen sichergestellt". Der Sicherheitsdienst Edhi bezifferte die Zahl der Toten auf sieben, zudem gab es demnach sieben Verletzte.


Wie der Polizeichef von Karachi, Ghulam Nabu Memom, erklärte, fuhren die Angreifer mit einem Fahrzeug vor die Börse und warfen eine Granate auf das Gebäude. Dann eröffneten sie das Feuer. Kämpfe fanden nach Polizeiangaben innerhalb und außerhalb des Gebäudes statt.

Karachi galt lange Zeit als einer der Brennpunkte der Kriminalität und politischen Gewalt in Pakistan. In den vergangenen Jahren stabilisierte sich Situation jedoch. Die Hafenstadt ist die größte Stadt Pakistans und gilt als Wirtschafts- und Finanzzentrum des südasiatischen Landes. (apa, afp)

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