Nachdem die US-Regierung die Weichen für die Förderung von Öl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska gestellt hat, ziehen Umweltschützer und Ureinwohner dagegen vor Gericht. Mehrere Organisationen reichten am Montag (Ortszeit) Klagen unter anderem gegen Innenminister David Bernhardt und das Büro für Landverwaltung ein.

Sie argumentieren, dass die vergangene Woche veröffentlichten Pläne für die Versteigerung von Bohrrechten gegen diverse Naturschutzgesetze verstoßen. Die Ausbeutung der Vorkommen war zusammen mit der Steuerreform 2017 von dem damals von Republikanern beherrschten Kongress beschlossen worden.


Das US-Innenministerium wurde daraufhin beauftragt, die Rahmenbedingungen dafür festzulegen. Demnach sollen in bis zu acht Prozent des Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten Alaskas Bohrungen zugelassen werden. Bernhardt hatte nach der Vorstellung der Pläne gesagt, er rechne mit der Versteigerung der ersten Bohrrechte zum Jahresende. (apa, dpa)