Kalifornien wird seit drei Wochen von den heftigsten Bränden seit Jahren heimgesucht, von denen viele völlig unkontrolliert wüten. Bisher gab es sieben Tote, 1.890 zerstörte Gebäude und mehr als 5.400 Quadratkilometer verkohltes Land. Zwei der verheerenden Brände in der Umgebung von San Francisco zählen flächenmäßig zu den größten in der Geschichte Kaliforniens.

Die meisten davon waren durch Blitze ausgelöst worden. Doch der jüngste massive Brandherd dürfte von einer Party stammen, einer "Gender Reveal Party", um genau zu sein. Das ist jener US-amerikanischer Brauch, bei dem bei einer Feier Freunden und Verwandten das biologische Geschlecht des zu erwartenden Babys mitgeteilt wird. Normalerweise wird diese Feier von den Eltern-in-spe ausgerichtet.

Eine pyrotechnische Nebel-Maschine dürfte der Auslöser für das "El Dorado Feuer" gewesen sein - ein Feuer, das inzwischen auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern tobt.

Kalifornien wird derzeit von einer Rekord-Hitzewelle heimgesucht, Los Angeles hatte zuletzt die höchste Temperatur seit Beginn seiner Aufzeichnungen mit 49,4 Grad Celsius.
Im August wurde im Death Valley im National Park in Kalifornien 54,4 Grad Celsius gemessen. Das könnte die bisher heißeste Lufttemperatur gewesen sein, die man jemals auf der Erde gemessen hat.

Der oft unter Trockenheit leidende Westküstenstaat wird regelmäßig von Waldbränden heimgesucht, doch den Behörden zufolge haben die Schwere und die Häufigkeit der Katastrophen in den vergangenen Jahr zugenommen. Besonders schlimm traf es im November 2018 den Ort Paradise in Nordkalifornien, wo heftige Winde das sogenannte "Camp"-Fire schnell ausbreiteten. 85 Menschen starben, Zehntausende wurden obdachlos.

US-Präsident Donald Trump erklärte die Brände auf Anfrage Kaliforniens zur schweren Katastrophe, um Gelder der amerikanischen Regierung für Notunterkünfte, Reparaturen und Verluste zur Verfügung zu stellen. Gouverneur Newsom hatte schon am Dienstag den Notstand für Kalifornien ausgerufen.