US-Präsident Donald Trump ist von einem norwegischen Abgeordneten für den Friedensnobelpreis 2021 vorgeschlagen worden. Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei verwies im US-Sender Fox News am Mittwoch zur Begründung auf Trumps Schlüsselrolle bei der historischen Friedensvereinbarung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) im Vormonat.

Trump sollte wegen der "bahnbrechenden Vereinbarung", die die Normalisierung der Beziehungen zwischen den lange verfeindeten Ländern eingeleitet habe, geehrt werden, sagte Gjedde. Seine Partei ist an der konservativen Regierungskoalition in Norwegen beteiligt, steht aber wegen fremdenfeindlicher Äußerungen ihrer Vertreter immer wieder in der Kritik steht.

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten gemeinsam mit den USA am 13. August verkündet, eine "vollständige Normalisierung ihrer Beziehungen" aufzunehmen. Im Zuge der Vereinbarung verzichtet Israel vorübergehend auf seine Annexionspläne für Teile des besetzten Westjordanlands.

Trumps Vorgänger, der Demokrat Barack Obama wurde im Dezember 2009 mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Für den diesjährigen Friedensnobelpreis, dessen neuer Preisträger immer im Oktober bekanntgeben wird, kommt die Nominierung aber zu spät, wie dpa berichtet. Ende Februar hatte das norwegische Nobelkomitee mitgeteilt, dass bis zum Ablauf der Frist 317 Kandidaten nominiert wurden. (apa)