Papst Franziskus will im Herbst den Eucharistischen Weltkongress in der ungarischen Hauptstadt Budapest besuchen und dort die Abschlussmesse feiern. Es handle sich aber nicht um einen offiziellen "Besuch des Landes", betonte er laut Kathpress am Montag auf dem Rückflug von seiner Irak-Reise von Bagdad nach Rom vor mitreisenden Journalisten. Dabei stellte er auch eine Visite in der benachbarten Slowakei in Aussicht.

Budapest sei nur zwei Autostunden von Bratislava entfernt. "Warum nicht einen Besuch bei den Slowaken machen?", fragte Franziskus. Der Eucharistische Weltkongress, ein katholisches Großtreffen, findet vom 5. bis 12. September in Budapest statt.

"Bleibe in Rom"

Franziskus bekräftigte bei der Pressekonferenz im Flugzeug auch, dass er nach einem möglichen Amtsverzicht nicht in sein Heimatland Argentinien zurückkehren wolle. "Ich werde hier in meiner Diözese Rom bleiben", sagte er und fügte scherzhaft hinzu: "Ich war 76 Jahre in Argentinien - das reicht, nicht wahr?"

Eine Argentinien-Reise sei für November 2017 zusammen mit einem Besuch in Chile und Uruguay auf dem Programm gestanden, sagte er. Die Visite in Chile sei dann aber wegen der Präsidentschaftswahl im Dezember abgesagt und auf Jänner 2018 verschoben worden. In diesem Monat sei ein Besuch in Argentinien und Uruguay aus klimatischen Gründen nicht mehr infrage gekommen. Daher habe man stattdessen Peru als zweites Ziel gewählt. Der Papst widersprach Spekulationen über eine Abneigung gegen sein Heimatland. Man dürfe keine "Fantasien von Patriaphobie" anstellen.