Papst Franziskus hat am Karfreitagabend den traditionellen Kreuzweg in Erinnerung an das Leiden Jesu gebetet. Wegen der Corona-Pandemie fand die Feier zum zweiten Jahr infolge nicht am römischen Kolosseum, sondern auf dem nahezu menschenleeren Petersplatz statt. Seit 1964 zählte die Zeremonie bei dem antiken Amphitheater für Zehntausende Pilger und Besucher zu den stimmungsvollsten Momenten der römischen Osterfeierlichkeiten.

Der Papst hat für die 14 Stationen des Kreuzwegs in diesem Jahr Meditationstexte und Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen ausgewählt. Die Texte stammen von Pfadfinderkindern aus Foligno im mittelitalienischen Umbrien sowie Erstkommunionkindern und Firmlingen einer römischen Pfarre. Sie wurden von zwei römischen Kindern vorgetragen. Die Kinder und Jugendlichen hätten über die Inhalte der 14 Kreuzwegstationen nachgedacht und sie auch auf ihre täglichen Erfahrungen bezogen, berichtete der Vatikan.

Traditionell gestaltet jedes Jahr eine andere Person oder Gruppe die Karfreitags-Meditationen. Bereits 2018 stammten die Kreuzwegtexte von Schülern und Studierenden aus Rom.

Ab Samstag beginnen im Vatikan die Osterfeierlichkeiten zu Jesus' Auferstehung. Ostern ist für gläubige Christen das wichtigste religiöse Fest. Alle Liturgien der Kar- und Ostertage mit Papst Franziskus erfolgen heuer hauptsächlich im Petersdom und ohne die örtliche Teilnahme einer sonst üblichen großen Schar an Gläubigen.

In den Tagen danach wird Papst Franziskus auch die Messen zum Osterfest und den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" am Sonntag (12.00 Uhr) ohne Pilger feiern. Diese Festgottesdienste werden ebenfalls unter anderem im Internet übertragen. (apa)