Bei einem Schusswaffenangriff in einem Lebensmittelgeschäft in Buffalo, der mit knapp 280.000 Einwohnern (mehr als 1,1 Millionen in der Metropolregion Buffalo-Niagara) zweitgrößten Stadt im US-Bundesstaat New York sind einem Medienbericht zufolge zehn Menschen getötet worden. Ein mit einem Gewehr bewaffneter Angreifer habe in dem Laden das Feuer eröffnet und zehn Menschen getötet, berichtete die Lokalzeitung "The Buffalo News" am Samstag unter Berufung auf einen Polizeivertreter und Ermittlerkreise. Drei weitere Menschen wurden demnach verletzt, zwei von ihnen schwer.

Der Angreifer hatte dem Bericht zufolge eine kugelsichere Weste sowie einen Helm getragen und das Feuer mit einem "leistungsstarken Gewehr" eröffnet. Da der Schütze mit einer Kamera ausgerüstet gewesen sei, prüfe die Polizei, ob die Gewalttat live im Internet übertragen wurde. Die Zeitung zitierte einen Polizisten, der den Tatort mit einem "Horrorfilm" verglich.

"Der Schütze stammte nicht aus dieser Gemeinde", erklärte Buffalos afroamerikanischer Bürgermeister Byron Brown auf einer Pressekonferenz. "Der Schütze reiste stundenlang von außerhalb dieser Gemeinde an, um dieses Verbrechen an den Menschen in Buffalo zu verüben." Was als ein schöner Tag begonnen habe, habe sich in einen schrecklichen Tag verwandelt. "Ein Tag, der jedem Mitglied unserer Gemeinschaft das Herz bricht", sagte Brown. Nach Angaben der Polizei war der Täter schwer bewaffnet und eröffnete das Feuer bereits auf dem Parkplatz des Supermarkts.

Die Polizei von Buffalo bestätigte im Onlinedienst Twitter einen Einsatz wegen Schüssen in einem Lebensmittelladen. Mehrere Menschen seien getroffen worden, hieß es zunächst. Laut "The Buffalo News" wurden bis zu fünf Leichen auf einem Parkplatz des Geschäfts gefunden und weitere Todesopfer im Inneren des Ladens.

Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, schrieb am Samstag bei Twitter, sie beobachte die Lage nach dem Vorfall in einem Lebensmittelgeschäft in dem Ort sehr genau. "Wenn Sie sich in Buffalo aufhalten, meiden Sie bitte das Gebiet und befolgen Sie die Anweisungen der Strafverfolgungsbehörden und der örtlichen Behörden." (apa/dpa/afp)