Bei dem Einsturz einer Hängebrücke über einem Fluss im Westen Indiens sind am Sonntag laut Medienberichten Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Es gebe mindestens 81 Tote bei dem Einsturz der Brücke in der Stadt Morbi, teilten Behördenvertreter im indischen Bundesstaat Gujarat mit. Eine große Anzahl von Fußgängern sei in den Fluss Machhu gestürzt. Bisher seien 30 Verletzte registriert worden. Zahlreiche Personen würden noch vermisst.

Nach einem Bericht des TV-Senders Zee News befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks über 400 Menschen auf der Brücke. Auf TV-Aufnahmen war zu sehen, wie Dutzende Menschen sich an die Seile der eingestürzten Brücke klammerten, während Rettungskräfte versuchten, zu ihnen zu gelangen. Viele Opfer seien ins Wasser gefallen, meldeten Medien. Ein großer Rettungseinsatz sei im Gange. Helfer waren auch in Booten unterwegs. Gujarats Innenminister Harsh Sanghavi sagte, mehr als 70 Menschen seien gerettet worden.

Die 230 Meter lange Fußgängerbrücke würde im 19. Jahrhundert unter britischer Kolonialherrschaft errichtet. Sie war wegen Renovierungsarbeiten für sechs Monate gesperrt gewesen und erst vergangene Woche wieder für den Verkehr freigegeben worden.

Auf Bildern und Videos in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie das Bauwerk in der Mitte auseinanderzubrechen scheint und mehrere Menschen sich festklammern, um nicht ins Wasser zu stürzen.

Zu der Ursache gab es zunächst keine offiziellen Angaben. In Medienberichten hieß es, möglicherweise habe die Konstruktion der Last zu vieler Menschen nicht standgehalten. Das Büro von Premierminister Narendra Modi kündigte auf Twitter Entschädigungen für die Familien der Opfer an. (apa, dpa)