Wellington. (apa/wak) In Neuseeland hat die Endabstimmung über die künftige Nationalflagge begonnen. Die Wahlberechtigten bestimmen, ob die einstige britische Kolonie mit ihren 4,6 Millionen Einwohnern eine neue Flagge mit Silberfarn bekommt. Auf der bisherigen Flagge ist die britische Flagge, der Union Jack, prominent vertreten. Das vorläufige Ergebnis wird am 24. März erwartet.

Die Wahlkommission begann am Donnerstag mit der Auslieferung der Briefwahlzettel. Regierungschef John Key setzt sich für den Wechsel ein, unter anderem auch, um die häufige Verwechslung mit der australischen Fahne zu beenden, wie er sagt. Auch die Australier haben den Union Jack auf ihrer Flagge, der Unterschied liegt nur in der Anordnung der Sterne. Neuseelands Wähler können entscheiden, ob sie die alte Flagge behalten oder das neue Design haben wollen: einen weißen Silberfarn auf schwarz-blauem Hintergrund sowie vier rote Sterne als Symbol für das Kreuz des Südens. Diese Variante hatten Wähler im Dezember aus zahlreichen Vorschlägen ausgesucht.

Der Silberfarn war auch auf drei der vier Vorschläge, die es in die Endausscheidung im November schafften - die Pflanze ist das informelle Nationalsymbol, das auch die Rugby-Nationalmannschaft verwendet. Der vierte Entwurf zeigte dagegen ein Koru, das schwarz-weiße spiralförmige Farnblatt-Symbol der Maori-Ureinwohner, die knapp 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Auch Fidschi orientiert sich um

Auch die Pazifiknation Fidschi will sich vom Union Jack auf der Flagge verabschieden. Bisher teilt er sich dort den hellblauen Raum mit einem kleinteiligen Wappen, geschmückt mit Palmen, Bananen und dem unvermeidlichen britischen Löwen, der eine Art Kokosnuss zu halten scheint. Der Auswahlprozess für ein neues Design läuft gerade, im Rennen sind Darstellungen, die Sonne, Schifffahrt und Meer in Szene setzen.

Neben Fidschi, Neuseeland und Australien - und natürlich Großbritannien - hat nur noch der als sinkende Pazifikinsel bekannte Mikrostaat Tuvalu den Union Jack in seiner Flagge.