Der Fahrtenvermittler Uber wird langsam aber sicher weltweit zum Auslöser von gewalttätigen Auseinandersetzungen. Heute kam es in der indonesischen Hauptstadt Jakarta zu Schlägereien zwischen Taxifahrern und Motoradfahrern, die für Uber und andere Online-Vermittler arbeiten.

In den vergangenen Monaten hatte die billige - und steuerfreie - Konkurrenz von Uber und den regionalen Anbietern Go-jek und GrabCar dem Taxigewerbe heftige Einbußen beschert. Bei einer Kundgebung forderten die Taxifahrer heute gleiche Rechte für alle.

Daran arbeitet die Regierung nach Aussage von Verkehrsminister Ignasius Jonan, der allerdings keine konkrete Lösung des Problems in Aussicht stellen konnte. Er nannte die Fahrtenvermittlung via Apps illegal, was zur Zeit freilich keine rechtlichen Konsequenzen für die Betreiber oder private Anbieter von Fahrten hat. Da Taxis in Indonesien viele Bereiche abdecken, für die in anderen Ländern ein öffentliches Verkehrssystem besteht, ist das Problem allerdings virulent. Offen sind vor allem Fragen der Sicherheit der Fahrgäste, der Versicherung, der Auswahl der Fahrer und natürlich der Besteuerung.

Vor dem Parlament betonten Vertreter der beiden großen Beförderungsdienste PT Express Transindo Utama und PT Blue Bird, dass sie grundsätzlich nichts gegen die Konkurrenz hätten. Ganz so sahen es jedoch nicht alle Taxifahrer. Es kam zu Übergriffen auf Motorradfahrer, die auf Bestellung über der Apps Kunden und Waren durch die notorischen Staus von Jakarta transportieren.

Blue Bird distanzierte sich von den Gewaltausbrüchen und bot als Wiedergutmachung für die einen 24-stündigen Gratisservice an.