Ein internationaler Gipfel zum Thema Elefantenschutz am 29. und 30. April in Kenia soll Signale an die potentiellen Käufer senden. Dabei erhalten die Organisatoren Unterstützung von Prominenten wie Leonardo DiCaprio und Nicole Kidman. Wesentlicher als das Engagement der Filmstars dürfte allerdings der Einsatz eines Sportlers sein. Der Basketballer Yao Ming soll dazu beitragen, den Handel mit Elfenbein in China einzudämmen.

Ein starkes Signal an die Weltöffentlichkeit zu senden, ist das Anliegen der Konferenz von Nairobi. Höhepunkt ist das medienwirksame Verbrennen von etwa 105 Tonnen Stoßzähnen und Elfenbeinfigurinen im Nairobi-Nationalpark am Samstag. Es ist dies die weitem größte Vernichtungsaktion, die je stattgefunden hat.

Neben dem Symbolcharakter hat die Verbrennung der über Jahre hinweg beschlagnahmten Gegenstände auch einen praktischen Nutzen. Die Aufbewahrung und Bewachung des eingezogenen Elfenbeins ist schlichtwegs teuer - und es besteht immer die Gefahr, dass es aufgrund von Bestechung oder Diebstahl abermals in dunkle Handelskanäle gerät.

Nairobi National Park - © Google Maps
Nairobi National Park - © Google Maps

In Kenya wird die Vernichtung im Beisein von von Präsident Uhuru Kenyatta als großer politischer Erfolg der Umweltschützer eingeschätzt, die nicht immer das Ohr der Regierung erreichen. Im Gegensatz dazu wurden oftmals Wilderer aufgrund von Interventionen mit Samthandschuhen angefasst.

Mastermind hinter der Aktion ist einmal mehr der Anthropologe Richard Leakey, Vorsitzender des Kenya Wildlife Service (KWS). Sein erklärtes Ziel ist es, die ökonomische Sicht auf die Natur zu erweitern. Den wahren Wert, so der kämpferische Natürschützer, auf den mehrere Attentate verübt wurden, stellen lebende Elefanten dar und nicht kaltes Elfenbein.

Die Biologin Winnie Kiiru von der Initiative Stop Ivory liefert die Zahlen dahinter: "Zwischen 2002 and 2012 haben wir 65 Prozent der Elefanten im Zentralen Afrika verloren. Die Zeit arbeitet gegen uns."

Gesetze und Einstellungen

Sie wartet auf die Umsetzung der gemeinsamen Erklärung der Präsidenten Xi Jingping und Barack Obama, die vergangenes Jahr ein weitreichendes Verbot für Elfenbeinimporte und -exporte angekündigt haben. Bis dahin liegt die Entscheidung bei den potentiellen Käufern.

Während sich in den USA seit Jahren Stars wie Leonardo DiCaprio und Nicole Kidman für den Artenschutz engagieren, versucht Ex-Basketballer Yao Ming das Bewusstsein in China zu verändern. Der 2011 zurückgetretene NBA-Star soll chinesische Käufer über die Herkunft von Schnitzereien und traditioneller chinesischer Medizin aufklären. Yao ist bis heute einer der populärsten chinesischen Sportler.