Chaotische Zustände herrschen in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Tausende Studenten und Schüler protestieren seit Tagen für mehr Sicherheit im Verkehr. Öffentliche Busse verkehren nur mehr in Teilen der Metropole mit 18 Millionen Einwohnern.

Auslöser der Proteste war ein Unfall  am vergangenen Sonntag. Zwei Kinder wurden von einem Bus überfahren und getötet, der sich mit einem anderen Bus ein Rennen lieferte.

Die Demonstranten haben die wichtigsten Kreuzungen besetzt. Sie blockieren Straßen, halten Autos an und kontrollieren die Papiere der Fahrer. Manchmal nehmen sie ihnen sogar die Autoschlüssel ab. Auch hochrangige Politiker und Polizisten wurden bereits gestoppt, wenn sie auf der Gegenfahrbahn überholen wollten.

Die Emotionen gehen hoch. Am Freitag starb ein Motorradfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Bus. Eine wütende Menge zündete daraufhin den Bus an.

In der Folge stellten die Busgesellschaften in Teilen der Stadt den Betrieb ein. Auch Fernbusse blieben in den Garagen.

Dhaka leidet seit vielen Jahren unter verstopften Straßen und stundenlangen Staus. Verkehrsregeln gelten nur auf dem Papier. Verschärft wird die Situation durch zahlreiche unregistrierte und verkehrsuntüchtige Autos sowie Fahrer ohne Führerschein, eine Folge der verbreiteten Korruption.Die Folge: Jährlich sterben etwa 12.000 Menschen  bei Verkehrsunfällen.