Nachdem im Vorjahr Rathausplatz und Kärntner Straße an der Reihe waren, werden jetzt auch auf der Mariahilfer Straße die bereits vor zwei Jahren angekündigten Antiterrormaßnahmen der Stadt verwirklicht. Acht Sicherheitspoller sowie neun Granittröge und -möbel wurden am Montag aufgestellt. Sie sollen künftig Pkw und Lkw die Zufahrt zur Einkaufsstraße erschweren.

Zwischen Kaiserstraße und Schottenfeldgasse werden sechs fixe Poller gebaut - drei auf jeder Gehsteigseite. Im Fahrbereich stehen künftig, zusätzlich zu den Granitblöcken, zwei ziehbare Poller. Sie sollen für besondere Anlässe wie den Vienna City Marathon entfernt werden können, sagt Matthias Holzmüller, Sprecher MA 28 (Straßenbauabteilung). Solange sie aber stehen, müssen zufahrende Wagen Slalom fahren.

Die im Vergleich zur Kärntner Straße um ein Jahr verspätete Umsetzung des Projekts war wohl auch der Erwägung anderer Optionen geschuldet. Die Stadt hatte Alternativlösungen für die Poller gesucht, bevor sie sich doch dafür entschied. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 630.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen spätestens bis 15. November fertiggestellt sein, bis dahin bleibt die Straße in diesem Bereich gesperrt. Die Stadt Wien reagiert mit den Maßnahmen auf den Terroranschlag in der Vergangenheit, bei denen mit Fahrzeugen Attentate auf Menschenmengen verübt wurden.

Mögliche Terroranschläge machen den Menschen in der Mariahilfer Straße allerdings wenig Sorgen. Ein Lokalaugenschein zeigt gemischte Gefühle bei den Einkaufsbummlern. "Ich finde das super. Ich bin ja dafür, dass die ganze Mahü eine Fußgängerzone wird", sagt ein älterer Mann. Ob er Angst vor Terroranschlägen habe? "Nein. Es wär nur einfach angenehmer, wenn hier keine Autos mit mehr als 10 km/h fahren würden", erklärt er.

"Sicherheitspoller sind sicher nicht schlecht, aber ich finde die Mahü gut so, wie sie ist. Wegen Anschlägen mache ich mir keine Sorgen", sagt ein junger Mann, der gerade seine Mittagspause auf einer Bank in der Sonne verbringt.