"DKT – Das kaufmännische Talent" ist der Klassiker unter den Brettspielen. Stundenlanger Spielgenuss für Immobilienentwickler von acht bis 99 Jahren. Seit 1936 (damals hieß das Spiel noch "Spekulation") können Spieler Grundstücke an den besten Adressen des Landes erwerben, um dort Kaffeehäuser oder Hotels zu errichten. Die Kärntnerstraße gibt es genauso wie die Mariahilfer- oder die Kobenzlstraße. Die Favoritenstraße sucht man vergeblich. Bis jetzt. Denn nun wurde eine DKT-Version für den zehnten Hieb aufgelegt. Am Mittwoch wurde sie im "Columbus- Einkaufscenter" präsentiert. Es soll Favoriten bewerben.

Brettspiel- und Favoriten-Fans haben an kalten Wintertagen nun zu tun. - © Piatnik
Brettspiel- und Favoriten-Fans haben an kalten Wintertagen nun zu tun. - © Piatnik

"Favoriten ist die viertgrößte Stadt Österreichs, deshalb haben sich die Favoritnerinnen und Favoritner ein eigenes DKT-Spiel einfach verdient", sagt Bezirksvorsteher Marcus Franz (APÖ). Das neue Sonnwendviertel sei so groß wie die Josefstadt. Der Bezirk hätte Grünflächen, die fünf Mal größer sind als die Innere Stadt – darunter Thermen-, Jagd- und Weinbaugebiete.

Oberlaa, Amalienbad, Hauptbahnhof

Das schlägt sich auch im Spiel nieder: "Schnell ein Hotel in der Favoritenstraße und ein Haus in Oberlaa kaufen – damit hat man gute Karten."

Alle Straßen, Orte, Betriebe, die Öffi-Linien im Spiel gibt es auch in Wirklichkeit: Friedhof Oberlaa, das Amalienbad, der Hauptbahnhof, die historische Ankerbrotfabrik oder die U1 und den neuen 11er. Im Spiel stecken hunderte Stunden Detailarbeit und ein Jahr Planung", erzählt Hannes Neumayer, der das Spiel produziert hat.

Es gibt im Übrigen auch eine DKT-Donaustadt-Edition mit den acht Bezirksteilen Kaisermühlen, Kagran, Stadlau, Hirsch­stetten, Aspern, Breitenlee, Essling und Süßenbrunn. Das Donaustadt-DKT ist seit Herbst 2017 erhältlich. "Entwickelt" wurde es von der Band "Wiener Wahnsinn" in Zusammenarbeit mit Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.