Auch wenn bereits einige Highlights wie der Rotkreuzball, die Silvestergala in der Hofburg und der Steirerball über das Parkett gegangen sind, können die Tanzwütigen in Wien ab diesem Jänner-Wochenende erst so richtig durchstarten.

Am 11. Jänner treffen Wirtschaft, Forschung und Lehre wieder am WU-Ball in der Hofburg zum Stelldichein aufeinander. Es herrscht Krawattenverbot, eine Masche muss es dann aber doch sein. Wer sich in Janker und Dirndl wohler fühlt als in Smoking und Ballrobe, ist an diesem Abend im Austria Center oder im Rathaus besser aufgehoben. Am Bauernbundball, respektive am Tirolerball, lassen sich dann zu Walzer und Polka die Wadln schwingen.

Am 16. Jänner startet ein dreitägiger Hofburg-Ballmarathon. Er beginnt mit dem Zuckerbäckerball. Eine Schaubackstube und mehr als 300 Torten als Tombolapreise sind dort ein Anschlag auf die Ballfigur. Dagegen hilft: Viel tanzen. Am 17. Jänner heißt es dann wieder, sich zu entscheiden. In Anzug und Uniform am Offiziersball auf dem Ball der Offiziere in der Hofburg tanzen, statt habt Acht stehen? Oder doch durch ein Blumenmeer im Rathaus walzen? Die 98. Ausgabe des Blumenballs steht heuer unter dem Motto "Frühlingserwachen" und unter 10.000 Blüten. Die Farben des Balls sind Gelb und Rosa. Sein Finale findet der Ball-Hattrick am 18. Jänner mit dem Ball der Pharmacie in der Hofburg. Sie haben tapfer durchgetanzt? Vielleicht kann ihnen einer der Ballgäste etwas gegen Müdigkeit und Kopfschmerzen empfehlen. Einer der schönsten, aber auch beengtesten Bälle findet am 23. Jänner im Goldenen Saal des Musikvereins statt. Kuschelstimmung am Parkett ist beim Philharmonikerball angesagt.

Zweite Chance für Ballkleider

Seit Jahren gut besuchtes Highlight der Ballsaison ist auch der Wissenschaftsball im Rathaus am 25. Jänner. Das bereits fast ausverkaufte Event steht heuer unter dem Motto Biodiversität und Klimaschutz. Es bietet unter anderem eine Übertragung aus einem Bienenstock in der Balldisco (inklusive Bienentanz) und eine Honigverkostung. Außerdem werden Postkarten verteilt, auf die Gäste ihre Vorsätze für den Klimaschutz notieren können und die ihnen zum Jahresende zur eigenen Überprüfung zugeschickt werden.

Im Vorfeld des Abends wird bereits ein Zeichen gegen Ressourcenverschwendung gesetzt - wenn auch mit Augenzwinkern. "Männer haben es einfach, sie kommen mit einem Anzug oder Smoking durch die ganze Saison. Bei Damen sind es oft mehrere Kleider im Jahr, die dann aber selten getragen werden", sagt Ballorganisator Oliver Lehmann. Daher wird am 16. und 17. Jänner im Institut für Molekulare Biotechnologie eine Ballkleidertauschparty veranstaltet. Dort können alte Kleider bei einem Glas Prosecco die Besitzerinnen wechseln. "Viele haben auch schon angefragt, ob sie auch nur Kleider abgeben können, damit sie auch wieder getragen werden", fügt Lehmann hinzu.