Den Autofahrern auf der Südosttangente ist es sicher schon aufgefallen: Die mit dem Projekt "Tangente Neu" bereits 2007 gestartete Generalsanierung der Südosttangente (A23) wird fortgesetzt. Bis Ende 2022 sollen die Bauarbeiten an dem 10 Kilometer langen Teilstück dauern, in dieser Zeit gilt im Baustellenbereich Tempo 60. Darüber hinaus werden auch Auf- und Abfahrten gesperrt. Das Vorhaben ist anspruchsvoll, zählt doch die nur knapp 18 Kilometer lange Tangente mit täglich bis zu 200.000 Fahrzeugen zu den am stärksten befahrenen Autobahnen Österreichs.

- © M. Hirsch
© M. Hirsch

Gestartet wird mit dem Einrichten der Baustelle: Bodenmarkierungen ändern, zahlreiche Verkehrsschilder aufstellen und den Mittelstreifen befahrbar machen. Das wird, heißt es seitens des Autobahnbetreibers Asfinag, rund zwei Wochen dauern. Gearbeitet wird ausschließlich nachts, konkret zwischen 22 Uhr und 5 Uhr Früh. In dieser Zeit wird lediglich eine Spur befahrbar sein. Zudem müssen Autofahrer damit rechnen, dass die Rampen St. Marx und Landstraßer Gürtel teilweise gesperrt sein werden.

Im Anschluss daran beginnen die eigentlichen Sanierungsarbeiten. Diese werden dann allerdings auch tagsüber durchgeführt. Ausgangspunkt ist die Hochstraße St. Marx, die die Bezirke Landstraße, Favoriten und Simmering miteinander verbindet.

Umfangreiche Sanierungen

Generalüberholt werden dabei nicht nur die insgesamt 32 Brücken, sondern auch neun Auf- und Abfahrten sowie die zwei Anschlussstellen St. Marx und Gürtel. Ebenfalls Teil des 156 Millionen Euro schweren Projekts sind die Fahrbahnoberflächen, Abwasserleitungen und Leitschienen. Zusätzlich werden die 400 Beleuchtungskörper mit LED ausgestattet. Bei der Asfinag hofft man, dass Autofahrer "verantwortungsvoll und konzentriert den Baustellenbereich durchfahren". Besonders wichtig sei es, das Reißverschlussprinzip zu beachten, heißt es. Denn die Beschleunigungsspuren bei den Auffahrten seien nun baustellenbedingt "kürzer als gewohnt", also laute die Devise "abbremsen und reinlassen".

Da tagsüber sämtliche Spuren so wie bisher (versetzt) befahrbar sind, geht man bei der Asfinag von einem relativ problemlosen Osterverkehr aus. Spannend dürfte es allerdings dann werden, wenn die ersten Auf- und Abfahrten gesperrt sind. Die erste Nagelprobe wird die Sperre der Gürtel-Abfahrt von 7. Juli bis 5. August. Die Autofahrerklubs warnen jetzt schon vor "Megastaus", Ausweichrouten sind nämlich kaum vorhanden.