Der Gestaltungswettbewerb für das Denkmal für die Männer und Frauen, die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit wurden, geht in die Zielgerade. Ende Juni wird in einer Sitzung der Wettbewerbsjury das Siegerprojekt gekürt. Anschließend beginnt die Umsetzung des Denkmals im Resselpark im 4. Bezirk. Die Förderung für die Kunst im öffentlichen Raum GmbH (KÖR), die den Wettbewerb gemeinsam mit der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) auslobt, wurde am Dienstag im Kulturausschuss des Wiener Gemeinderats beschlossen.

"Mit dem gestrigen Beschluss im Kulturausschuss sind wir dem Ziel, ein permanentes Denkmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus zu verwirklichen, einen Riesenschritt näher gekommen", betont Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler: "Es ist höchst an der Zeit, diese Opfergruppe zeitgemäß mit einer Installation zu achten und zu würdigen."

"Am 8. Mai jährt sich die Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zum 75. Mal. Viel zu lange wurden die Männer und Frauen, die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit wurden, als Opfergruppe totgeschwiegen und nicht anerkannt. Im Wiener Resselpark setzt die Stadt Wien den Männern und Frauen nun ein permanentes Denkmal. Damit schafft Wien einen zentralen und belebten Erinnerungsort, an dem das Gedenken an die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung einen würdigen Platz in unserer Gegenwart und unserem Alltag erhält", so Antidiskriminierungs-Stadtrat Jürgen Czernohorszky.

Zum Wettbewerb wurden acht nationale und internationale KünstlerInnen bzw. Teams eingeladen. Die Wettbewerbs-Jury setzt sich aus KünstlerInnen, LandschaftsplanerInnen, VertreterInnen der Communities sowie aus VertreterInnen des Bezirks und der zuständigen Magistrate zusammen. Der Entscheidung für den Standort im Resselpark ging ein breiter Beteiligungsprozess voraus. Das Projekt wird von der Stadt Wien und dem Nationalfonds der Republik Österreich unterstützt.