Rund 1.000 Menschen haben ihren Corona-Impftermin in Wien nicht wahrgenommen. Doch was passiert dann? Ob man einen Ersatztermin bekommt, hängt von den Umständen ab.

"Wenn jemand unvorhergesehenerweise um 8 Uhr Früh doch keine Zeit hatte, so kann er oft schon am Nachmittag einen Ersatztermin bekommen. Denn die für ihn vorgesehene Impfdosis ist ja da", hieß es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gegenüber der "Wiener Zeitung". Auch bei einem Ausfall im Krankheitsfall gibt es einen Ersatztermin für die Impfung.

Anders verhält es sich allerdings, wenn man nicht erscheint, weil einem der zugewiesene Impfstoff nicht passt. Berichte über den Tod einer Krankenschwester nach der Verabreichung des Impfstoffes von AstraZeneca haben für Unruhe gesorgt. Ein Zusammenhang wurde bisher jedoch nicht festgestellt. Auch war der Impfstoff in Ermangelung entsprechender Wirksamkeitsdaten lange Zeit nicht für über 65-Jährige zugelassen. Nach neuen Untersuchungen, die eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit auch für Senioren belegen, hat die Stadt Wien als Vorreiter in Österreich vor einer Woche begonnen, AstraZeneca auch in dieser Altersgruppe zu verimpfen.

"Noch kann man sich den Impfstoff nicht aussuchen"

Verweigert man nun also die Impfung, weil man beispielsweise nicht mit AstraZeneca geimpft werden will, so muss man sich hinten anstellen und neu vormerken lassen. "Aber dann kann es sein, dass man wieder AstraZeneca zugeteilt bekommt. Denn noch kann man sich den Impfstoff nicht aussuchen", hieß es aus Hackers Büro. Der Anteil der AstraZeneca-Verweigerer sei allerdings gering.

Laut aktuellem Stand sind derzeit in Wien 586.413 Personen für eine Impfung gegen das Coronavirus vorgemerkt. Weiters wurden bisher 123.691 Erststiche injiziert. Davon erhielten bereits 58.683 Menschen einen Zweitstich und sind vollständig immunisiert.(aum)