Zwei Brände in Wien hatten am Donnerstag dramatische Auswirkungen. Bei einem Feuer in Neubau am Abend kam ein 81-jähriger Mann ums Leben. In Penzing musste bereits am Nachmittag ein aus einer brennenden Wohnung geborgener 45-Jähriger aufgrund einer lebensgefährlichen Rauchgasvergiftung reanimiert werden, berichteten die Einsatzkräfte am Freitag. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Spital gebracht. Bei diesem Feuer musste auch ein Kind nach der Flucht ins Spital.

Die Wiener Berufsfeuerwehr wurde gegen 19.00 Uhr in die Hermannsgasse geholt, da in einer Wohnung ein Zimmerbrand ausgebrochen war. Die Einsatzkräfte mussten die Tür aufbrechen und mit einer Löschleitung unter Atemschutz in die vollkommen verrauchte Wohnung eindringen. Der 81-Jährige lag bereits leblos am Boden und wurde geborgen. Die Wiener Berufsrettung führte die Reanimation und weitere notfallmedizinische Maßnahmen durch, allerdings starb der Mann noch am Unglücksort. Nach zwei Stunden war der Brand von den 27 alarmierten Feuerwehrleuten gelöscht, das Stiegenhaus musste mit einem Hochleistungsventilatoren belüftet werden.

Fremdverschulden unwahrscheinlich

Die Brandgruppe des Landeskriminalamts Wien hat die Ermittlungen aufgenommen. Erste Erhebungen am Tatort ergaben allerdings, dass ein Fremdverschulden unwahrscheinlich ist. Der Mann wird nun obduziert. Die Brandursache stand laut Polizei noch nicht fest.

Vier Stunden zuvor hatte die Feuerwehr bereits einen folgenschweren Brand zu bekämpfen. In der Schanzstraße kam es ebenfalls zu einem Zimmerbrand, der das Stiegenhaus Mehrparteienhaus stark verrauchte, weil bereits Flammen aus den Fenstern der betroffenen Wohnung schlugen. Zahlreiche Bewohner waren in ihren Wohnungen gefangen. Die Einsatzkräfte bekämpften ein Übergreifen des Feuers. Gleichzeitig drangen sie in die Brandwohnung ein und bargen einen 45-jährigen Mann. Dieser war bereits bewusstlos und musste von der Rettung reanimiert werden. Der Mann erlitt eine lebensgefährliche Rauchgasvergiftung und wurde mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht.

Löscharbeiten dauerten vier Stunden

In der Zwischenzeit rettete die Feuerwehr die anderen Hausbewohner. Während der Löscharbeiten wurden sieben Menschen mit der Drehleiter evakuiert, weitere 15 mit Fluchtfiltermasken durch das Stiegenhaus ins Freie gebracht. Ein dreijähriger Bub, der zuvor mit seinen Eltern über das Stiegenhaus flüchtete, wurde zur weiteren Abklärung sicherheitshalber auch in ein Spital gebracht.

Fast vier Stunden brauchte die Feuerwehr, die mit 37 Leuten im Einsatz war, um den Brand zu löschen. Die Ursache das Feuers ist noch unklar, auch hier ermittelt das Wiener Landeskriminalamt. (apa)