Zwar schließen über die Osterfeiertage zehn Impfstraßen in Wien, aber im Austria Center Vienna (ACV) in der Donaustadt wird weitergeimpft - "es gibt keine Osterruhe beim Impfen", betonte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag.

Das sei an sich nichts Außergewöhnliches, da die Impfzentren am Sonntag und an Feiertagen sowieso immer geschlossen seien. "Das ACV hat aber offen - und es ist mit Abstand das größte Impfzentrum, das wir haben: Alleine hier könnten täglich 16.000 Stiche gesetzt werden, wenn es genug Impfstoff geben würde", meinte der Sprecher.

40.000 Stiche möglich

In allen städtischen Zentren wären momentan 20.000 Stiche pro Tag möglich. Weitere 1.000 pro Tag würden die Gesundheitskassen vornehmen, dann kommen noch die einzelnen Impfboxen dazu und inklusive der niedergelassenen Ärzte - und auch das könnte man laut dem Sprecher noch erweitern - könnten theoretisch 40.000 Stiche pro Tag gesetzt werden. Derzeit würden aber täglich nur zwischen 7.000 und 8.000 Dosen verimpft. Kommenden Sonntag und Montag werden es laut dem Sprecher im ACV jeweils 3.000 sein. "Wenn man die Hausärzte dazunehmen würde, könnten wir in Wien 40.000 Menschen pro Tag impfen - hätten wir nur ausreichend Impfstoff zur Verfügung", so der Sprecher weiter. Es spiele also eigentlich kaum eine Rolle, ob kleinere Impfstellen am Ostermontag offen haben oder nicht. Betagtere Personen hätten es natürlich leichter, wenn sie sich in ihrer unmittelbaren Umgebung impfen lassen können und nicht extra ins Austria Center fahren müssen.

Geschlossen sind am Sonntag und am Montag also nur die dezentralen, kleinen Stellen, die quer über die Stadt verteilt sind. Dort gibt es eine mögliche Tageskapazität von rund 4.000 Impfungen, die allerdings bei weitem nicht ausgeschöpft werde. Jetzt warte man auf das Vakzin von Johnson & Johnson, das Ende April eintreffen und von den niedergelassenen Ärzten verimpft werden sollte.

Weiter keine Wahlmöglichkeit

Wer genau das neue Vakzin bekommen wird, konnte der Sprecher noch nicht beantworten. Wahlmöglichkeit werde es aber erst dann geben, wenn Impfstoff im Überfluss vorhanden sei. Dass es so viele Menschen gibt, die auf den neuen Impfstoff warten, weil sie AstraZeneca nicht wollen, wollte der Sprecher nicht bestätigen - er verwies auf die "Panne" vor einigen Tagen, wo bekanntgegeben wurde, dass 300 Impfdosen übrigen geblieben waren und plötzlich 1.500 Menschen in der Warteschlange standen. Derzeit bleibe es dabei: Wer sich von der Impfung abmeldet, muss sich neu anmelden und wird neu gereiht.(rös)