Abgesehen vom ersten Lockdown im Frühjahr 2020 herrscht an den Kindergärten weitgehend Normalbetrieb. Teilweise wurden allerdings Kinder abgemeldet oder besuchen den Kindergarten seltener oder gar nicht, dazu kommen Mehrkosten durch die Pandemie. Das belastet die Finanzen der Wiener Privatkindergärten.

Bei den Kinderfreunden fehlen im Kindergarten 20 Prozent der Kinder, vor allem bei den Unter-Dreijährigen. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie eine Sprecherin am Mittwoch berichtet: Bei manchen gebe es etwa Angst vor Ansteckung, vor allem wenn im näheren Umfeld gefährdete Angehörige leben. Dadurch würden die Kinder später in den Kindergarten eintreten und die Familien versuchen, den Spagat von Homeoffice und Kinderbetreuung zu schaffen. Andere würden die Wiederaufnahme des Jobs nach der Karenz verschieben oder hätten den Job verloren. Bei den Kinderfreunden werden die Kinder teilweise ganz abgemeldet, die Kindergärten fallen also um die Elternbeiträge um. Teilweise bleiben sie zwar angemeldet, kommen aber nicht mehr. In diesem Fall gibt es maximal vier Wochen lang trotz Abwesenheit Fördermittel der Stadt.

Mehr als 6.300 Kinder und Jugendliche besuchen in Wien einen Kindergarten oder Hort der St. Nikolausstiftung, im Vergleich zum Vorjahr werden derzeit 100 Kinder weniger betreut - trotz der verhältnismäßig geringen Zahl ein "hoher finanzieller Verlust", wie die pädagogische Leiterin Susanna Haas betont.

Bei Kinder in Wien (Kiwi) ist die Gesamtauslastung relativ gleich geblieben, nur bei den Betriebskindergärten und Horten ist laut Geschäftsführung die Zahl der Kinder um rund 2 Prozent zurückgegangen.