Bis Ende 2023 soll am Handelskai um rund 50 Millionen Euro die multifunktionale "Sport Arena Wien" entstehen. Sportstadtrat Peter Hacker stellte am Montag das Siegerprojekt vor, für welches am Standort in Praternähe ab Herbst das Dusika-Stadion weichen muss. Der Abriss des Ovals soll im Herbst beginnen. Der Baubeginn für die neue Arena ist im Juni 2022 geplant. Diese soll in gestapelter Bauweise drei unabhängig voneinander nutz- und bespielbare Hallen bieten.

Hochmodern und nachhaltig für den Klimaschutz soll sie sein, die neue Sport-Arena im zweiten Wiener Gemeindebezirk. - © Stadt Wien
Hochmodern und nachhaltig für den Klimaschutz soll sie sein, die neue Sport-Arena im zweiten Wiener Gemeindebezirk. - © Stadt Wien

Die große Ballsporthalle als zentrales Element wird mit flexiblen Tribünen Platz für bis zu 3.000 Besucher bieten. Durch eine variable Modulnutzung soll dort und in den anderen Gebäudeteilen auch das Sportartentrainingsangebot möglichst groß sein. Die zwei anderen Hauptteile sind eine Halle für Kunstturnen und quasi als Dachkonstruktion in Leichtbauweise eine Leichtathletikhalle mit 200-m-Bahn, die auch für kleinere nationale Bewerbe genutzt werden können.

Mit der Arena werde eine ausgewogene Mischung aus Trainings- und Veranstaltungsstätte für verschiedenste Sportarten realisiert, erläuterte Hacker bei der Präsentation. Mit dem Projekt als bisher fehlendes Element im Sportstättenkonzept setzte man außerdem einen bewussten Impuls der Konjunkturbelebung.

Möglichst viel Flexibilität

 

Neben der Multifunktionalität für diverse Sportarten werde bei der Realisierung auch energiesparenden und umweltschonenden Aspekten besondere Beachtung geschenkt, sagte Hacker über das von "Karl und Bremhorst Architekten" geplante Projekt, das sich vor einer Expertenjury gegen 26 Mitbewerber durchsetzte. Ergänzt wird das Angebot in der Arena von Fitness- und Krafttrainingsräumen, Umkleiden und zusätzlichen Veranstaltungsräumlichkeiten für VIP- und Pressebereiche sowie einem Restaurant im Foyer. Außerdem hob man die direkte Anbindung an die U2 und den neuen Fernbusterminal als Vorzüge hervor.

Wie bereits bekannt, findet eine Radbahn keinen Platz mehr in der neuen Arena. Das hatte zu Kritik geführt, schließlich war die Dusika-Halle über Jahrzehnte die österreichweit einzige Trainings- und Wettkampfheimat der Bahnfahrer gewesen. Die Verantwortlichen der Stadt Wien verwiesen in diesem Zusammenhang auf die extrem geringe Nutzung der Radbahn sowie ein geplantes Ausweichquartier und eine mögliche Dauerlösung, für die sich aber auch der Bund zuständig fühlen müsse. Zudem wurde betont, dass in der neuen Arena durch den Wegfall der Radbahn eine viel effizientere Raumaufteilung und Platznutzung möglich sei.

Der aus drei horizontalen Schichten zusammengesetzte Gebäudekomplex - dessen Namensgebung noch nicht endgültig fixiert ist - wird ein Ausmaß von 110 x 80 x 24 Metern haben. Die Gesamtgeschoßfläche beträgt 23.000 Quadratmeter. Die versiegelte Grundfläche verringert sich im Vergleich zum Dusika-Oval von 13.000 auf 9.000 Quadratmeter. Die sportlich nutzbaren Flächen erhöhen sich von 3.500 auf über 13.000 Quadratmeter. (apa)