Wien schaltet weitere Impftermine frei - dieses Mal für die Altersgruppe ab 45. Das entspricht etwa 73.000 Impfungen. Alle Wienerinnen und Wiener, die beim Impfservice Wien registriert sind, haben am Dienstag eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.

Im Übrigen sind bei den Hausärzten Impfungen für alle Altersgruppen freigegeben - die Ärzte können laut einer Verordnung des Gesundheitsministeriums nach eigenem Ermessen entscheiden, wer zuerst geimpft wird. Allerdings starten sie laut Ärztekammer erst nächste Woche, weil man zuerst darauf warten wollte, dass auch tatsächlich genügend Vakzine vorhanden sind, hieß es am Dienstag.

Bereits im April wurde bei den Hausärzten der Wirkstoff AstraZeneca eingesetzt, allerdings gab es Lieferprobleme. Nun werden dem niedergelassenen Bereich die Wirkstoffe von Biontech/Pfizer sowie Moderna zur Verfügung gestellt.  Laut einem Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) stehen dem niedergelassenen Bereich nächste Woche mehr als 20.000 Impfdosen zur Verfügung - 10.000 Dosen für Ordinationen, 10.000 für das Impfen in Impfboxen. Dazu kommen noch 2.500 Dosen Moderna. Die kontaktierten 550 Mediziner können bei Interesse und Bedarf ab sofort Impfstoff bestellen. Ab Montag soll dann in den Ordinationen geimpft werden können, hieß es am Dienstag.

Jetzt dürfte es jedenfalls Schlag auf Schlag gehen - erst vergangene Woche hat die Stadt Wien mehr als 220.000 Impftermine freigeschaltet. 121.000 davon sind für Arbeitnehmer der Kategorie 3, die unabhängig ihres Alters persönlichen Kundenkontakt haben, aber einen baulichen Schutz zur Verfügung haben - also beispielsweise Bankangestellte am Schalter oder Ticketverkäufer. Weitere 76.000 Termine gab es für die Altersgruppe ab 50.

Impfpflicht in Ordensspitälern

Eine Impfpflicht gibt es übrigens für alle Neueintritte in Wiens Ordensspitäler. "Wer künftig bei einem der sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler eine Stelle antritt, muss eine Covid-19- Impfung vorweisen oder sich impfen lassen", erklärte der Sprecher der Ordensspitäler und ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses. Die Wiener Non-profit-Spitäler haben mehr als 5.000 Mitarbeitende.

Von der Impfplicht in den Ordensspitälern betroffen seien nicht nur alle neuen Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonen, sondern das gesamte neu eintretende Personal. Die Voraussetzung für dieses konsequente Vorgehen sei allerdings, dass künftig ausreichend Vakzine zur Verfügung stehen.

Die sieben gemeinnützigen Non-profit-Krankenhäuser haben einen öffentlichen Versorgungsauftrag, handeln im Auftrag der Stadt und in enger Abstimmung und Kooperation mit ihr, wurde versichert.