Floridsdorf will 2022 das Parkpickerl einführen. Der entsprechende Beschluss der Bezirksvertretung sollte noch am Mittwoch erfolgen. Der Bezirk ist ein weiteres Mosaiksteinchen in den Ambitionen von Verkehrsstadträtin Ulli Sima, in Wien einheitlich und flächendeckend das Parkpickerl einzuführen. Lediglich Hietzing und Liesing sind nun noch ausständig, nachdem die Donaustadt vergangene Woche die Einführung des Parkpickerls beschlossen hat und Simmering erklärt hat, das System auf den gesamten Bezirk ausdehnen zu wollen.

"Floridsdorf darf nicht der Parkplatz von Wien werden", erklärte der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai. In weiten Teilen Floridsdorfs gebe es Probleme mit Überparkung, insbesondere im U-Bahn-Bereich herrsche große Parkplatznot. Dort seien die Stellplätze durchgehend zu 90 bis 100 Prozent ausgelastet - in manchen Zonen zu einem Drittel von Autos ohne Wiener Kennzeichen.

Liesing hat bereits angekündigt, das Parkpickerl ebenfalls einführen zu wollen, allerdings mit Ausnahmen. Auch Hietzing dem wird wohl dem Parkpickerl zustimmen. Der Bezirk hatte sich am vehementesten gegen die Einführung des Systems gestemmt. Man werde nicht der einzige pickerlfreie Bezirk in Wien bleiben, hieß es aus der Bezirksvertretung. Mit dem entsprechenden Beschluss wird noch in diesem Monat gerechnet.