Wer in Wien eine Online-Bestellung tätigt - oder auch selbst etwas versenden möchte -, kann sein Paket künftig auch in der "Wien-Box" abholen bzw. deponieren. Ein entsprechendes Pilotprojekt wurde nun gestartet. Die erste eigens dafür errichtete Anlage wurde am Montag in Neubau enthüllt. Tatsächlich gehören jedoch schon mehr als 200 Paketabholstationen mit über 7.000 Fächern zum System, da auch zahlreiche Partner an Bord sind. Deren Angebot wird nun virtuell zusammengefasst.

Kern des Projekts, das Entnahmegelegenheiten schaffen soll, die allen zur Verfügung stehen, ist das gemeinsame Portal www.wienbox.at. Die diversen Partnerunternehmen können online auf die Stationen zugreifen. So haben etwa Händler die Möglichkeit, ihre Waren in der Box abzulegen. Die Kundinnen bzw. Kunden bekommen ihren Abhol-Code per SMS zugesendet. Der Einkauf kann somit rund um die Uhr abgeholt werden.

Als Schließfach nutzbar

Möglich ist auch, die Waren dort zu deponieren und von Paketdienstleistern den Käufern zustellen zu lassen. Auch Retouren können auf diese Art und Weise abgewickelt werden. Private, die anderen etwas hinterlegen möchten, können über die A1-Paketapp das Wien-Box-System nutzen. Den Empfängern schickt man via SMS einen Code, damit diese das Fach öffnen können.

Und sogar als klassisches Schließfach kann die Box genutzt werden. So ist es etwa möglich, seine Einkäufe dort aufzubewahren, wenn nach der Shopping-Tour noch ein Lokalbesuch geplant ist.

Der Großteil der Lieferungen wird über Partner-Stationen abgewickelt werden, es wird jedoch auch das Netz der eigenen Entnahmeboxen noch vergrößert. Bis Ende 2021 werden noch neun weitere, eigens "gebrandete" Stationen eröffnet. 30 sollen es bis 2023 insgesamt werden. Initiiert wurde das Box-Projekt von den zu den Stadtwerken gehörenden Wiener Lokalbahnen. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das System von der Fachhochschule des BFI Wien. (apa)