In der Pandemie sind viele auf den Geschmack gekommen. Ablenkung vom tristen Alltag zwischen Homeoffice und Homeschooling war in diversen Lockdowns rar. Die ganze Stadt war zugesperrt. Da blieb oft nur eines - raus an die frische Luft und Sport treiben. Das ohnehin beliebte Laufen erlebte in der Corona-Zeit einen neuen Boom.

Nun können sich die Läuferinnen und Läufer auch wieder bei Österreichs größtem Marathon messen. Denn nach fast einem Jahr Pause feiert der Vienna City Marathon (VCM) am Wochenende sein Comeback. Rund 26.000 Läuferinnen und Läufer aus 126 Nationen gehen an den Start, 6.200 davon wagen sich an die Marathondistanz von 42,195 Kilometern. Schon am Samstag finden vier Vorbewerbe statt.

"Neben der Gesundheitsprävention gibt es in diesem Jahr Herausforderungen durch den U-Bahn-Bau und die Verlegung des Nach-Ziel-Bereichs in Richtung Schottenring", sagt VCM-Organisationsleiter Gerhard Wehr. Erstmals kommt bei dieser Veranstaltung ein uniformierter Fahrraddienst der Polizei zum Einsatz, berichtete Thomas Losko von der Landesverkehrsabteilung.

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Die Marathonstrecke mit Start bei der Reichsbrücke und Ziel auf der Ringstraße beim Burgtheater bleibt unverändert. Eine geringfügige Änderung gibt es nur auf einem kleinen Abschnitt des Halbmarathons. Neu ist am Samstag der Start für den Zehn-Kilometer-Lauf bei der Marx Halle im 3. Bezirk.

Als Veranstaltung im öffentlichen Raum sei die Herausforderung stets, den Teilnehmenden ein sicheres und stimmungsvolles Lauferlebnis zu bieten und gleichzeitig Wien für alle Interessensgruppen so gut es geht in Bewegung zu halten, so Wehr. Die Corona-bedingte Verschiebung wurde laut Losko genutzt, "um das verkehrspolizeiliche Einsatz- und Sicherheitskonzept zu überarbeiten".

Straßensperren

Bereits ab Samstag kommt es zu Straßensperren (siehe Grafik). "Ab dem frühen Sonntagmorgen sind große Teile Wiens zeitweise gesperrt oder eingeschränkt erreichbar", berichtete Barbara Flechl vom ÖAMTC. "Ziel ist, dass der Durchzugsverkehr ungehindert fließen kann, aber auch all jene, die am Marathon-Sonntag im Stadtgebiet dringend notwendige Wege zurücklegen müssen, dies auch tun können." Jenen, die in der näheren Umgebung der Laufstrecke wohnen und am Tag des Marathons ihr Auto benötigen, rät Flechl, ihr Fahrzeug bereits am Vortag außerhalb des betroffenen Bereichs zu parken.