Auf dem Flughafen Wien in Schwechat ist am Donnerstag das Mahnmal "Niemals vergessen" für die Opfer der zwei dortigen Außenlager des KZ Mauthausen enthüllt worden. Das Werk ist die letzte große Arbeit des im Jänner verstorbenen Arik Brauer.

- © apa / Ernst Weiss
© apa / Ernst Weiss

In dem Außenlager des KZ Mauthausen auf dem Heidfeld, dem Areal des heutigen Flughafens, mussten Tausende unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten, viele fanden den Tod. Nachdem die Heinkel-Flugzeugwerke von Rostock ins Heidfeld verlegt worden waren, arbeiteten von 1943 bis 1945 hier 2.656 KZ-Häftlinge, 3.170 ausländische Zwangsarbeiter, 900 Kriegsgefangene sowie 5.500 inländische Arbeiter - zwölfeinhalb Stunden täglich, sieben Tage die Woche - und erhielten meist nur eine Mahlzeit pro Tag. Diese Vergangenheit des Flughafens wurde vom Flughafen-Historiker Rainer Stepan und vom Mauthausen-Komitee aufgearbeitet.

Der Enthüllung des Mahnmals wohnten Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP), der Bürgermeister der Stadt Wien, Michael Ludwig (SPÖ), sowie IKG-Präsident Oskar Deutsch bei. Timna und Jasmin Brauer, Tochter und Enkelin des verstorbenen Künstlers, sorgten mit dem Lied "Mir lebn ejbig" ("Wir leben ewig") für die musikalische Umrahmung.