Christine de Grancy zählt laut "Photo France" zu den besten 100 Fotografen der Welt. Die 80-jährige Wienerin hat im Laufe der Jahrzehnte ungewöhnliche Ansichten Wiens eingefangen, die in Buchform erschienen sind.

Oft von den Dächern der Stadt, aber zumeist aus der Vogelperspektive, richtete die Foto-Künstlerin ihre Blickwinkel durch die Kameralinse. Ihre originellen Ansichten eröffnen dem Betrachter ihrer Bilder einen völlig neuen Blick auf die eigene Stadt.

Man müsse "geduldig, wetterfest und vor allem schwindelfrei" für diese Arbeit sein, sagt de Grancy. Ihr "Erweckungserlebnis" für solche Fotos hatte sie als Fotografin im Burgtheater. Direktor Achim Benning erlaubte ihr einmal, auf das Dach hinaus zu turnen. "Da war ich von der Aussicht völlig verzaubert." Die Magie des Augenblicks führte dazu "dass mich ab da nicht mehr halten konnte." Die himmlische Perspektive über Wien sollte sie nicht mehr loslassen.