Auf der Tagesordnung des Mobilitätsausschusses am 1. Februar stehen zwei neue Radwegeprojekte: Neben einem lang geforderten Lückenschluss am Radweg am Währinger Gürtel soll vor allem das Projekt "Klimafitte Pötzleinsdorfer Straße" das Radfahren im 18. Bezirk attraktiver machen.

"Das Radwegprogramm 2022 nimmt bereits Fahrt auf. Die aktuellen Projekte in Währing bilden den Startschuss für die heurige große Radfahroffensive und sind ein wichtiger Beitrag für die Smart Klima City Wien", erklärte Mobilitätsstadträtin Ulli Sima im Vorfeld des Ausschusses.

Mit dem Projekt "Klimafitte Pötzleinsdorfer Straße" soll die Radinfrastruktur für Pötzleinsdorf und Gersthof entscheidend verbessert werden. Entlang der Pötzleinsdorfer Straße, von der Endstation der Linie 41 stadteinwärts bis zur Scheibenbergstraße, wird der Gehweg auf der rechten Seite verbreitert und zum gemischten Geh- und Radweg. Durch mehr Platz und neues Erdreich rund um die Bäume stelle die Neugestaltung der Pötzleinsdorfer Straße auch das Überleben der mehr als 100 Bäume in der historischen Allee sicher. In der Gersthofer Straße soll der neue Radweg teilweise neben der Fahrbahn, teilweise zwischen Gehweg und Baumreihe bis in die Erndtgasse geführt werden. Damit entstehe im 18. Bezirk eine mehr als 900 Meter lange neue Radverbindung.

Die Fortsetzung des Radweges in der Gersthofer Straße ab Erndtgasse in Richtung Türkenschanzplatz sei bereits in Planung. Ab 2023 soll in der Hockegasse zwischen Erndtgasse und Türkenschanzplatz eine Radverkehrsanlage errichtet werden. Sechs neue Bäume und eine zusätzliche Grünfläche an der oberen Gersthofer Straße werden entlang des Straßenzugs besonders an heißen Tagen für Abkühlung sorgen, wie Sima erklärte.

Entlang der U-Bahn-Bögen, zwischen Schulgasse und Johannes.Nepomik-Kapelle, entsteht darüber hinaus ein neuer Geh- und Radweg am Währinger Gürtel im 18. Bezirk. Über einen neuen Radweg soll man zukünftig auf Höhe der Kapelle über den Gürtel in den 9. Bezirk gelangen. Damit wird laut der Verkehrsstadträtin eine wichtige Lücke im Radverkehrsnetz geschlossen. Baustart ist Anfang März, geplante Fertigstellung des neuen Radwegs ist Ende April.

Ein "Mega-Paket" für die Donaustadt

Auch für die Donaustadt hat Sima eine Großoffensive fürs Radfahren geben - ein "Mega-Paket" sei hier in Ausarbeitung. Unter anderem soll ein Radweg auf der Wagramer Straße, von der Kagraner Brücke bis zum Donauzentrum, noch in diesem Jahr errichtet werden. Bis 2023 werde die Verlängerung bis zum Kagraner Platz fertiggestellt. Weitere Details zum Radverkehrs-Bauprogramm 2022 will Sima in den nächsten Wochen präsentieren, wie sie am Freitag ankündigte.