Immer mehr Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sind von Cybercrime betroffen. In Wien haben rund 80 Prozent und damit vier von fünf dieser Betriebe schon Erfahrung mit dieser vergleichsweise neuen Kriminalitätsform gemacht, gab Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, am Montag anlässlich des Safer Internet Day (8. Februar) zu bedenken.

"Cybercrime ist eine ernsthafte Bedrohung für KMU - also das Herz des Wirtschaftsstandortes Österreich", stellt Heimhilcher in einer Presseaussendung fest. KMU seien "angreifbarer, weil sie meist keine Ressourcen haben, eigene IT-Security-Abteilungen einzurichten".

Die Cyberkriminalität ist zuletzt förmlich explodiert. Österreichweit gab es 36.000 Anzeigen im Jahr 2021, um mehr als ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Bezogen auf Wien wurde am häufigsten der betrügerische Datenverarbeitungsmissbrauch zur Anzeige gebracht. Dem will Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) mit dem neuen Portal onlinesicherheit.gv.at entgegenhalten. "Der Februar steht ganz im Zeichen des Safer Internet Day, und daher bieten wir auf dem Portal wertvolle Tipps und Informationen an", meinte Schramböck in einer Aussendung.

Anlässlich des weltweiten Aktionstags, der bereits zum 19. Mal stattfindet, appellierten die Initiative Saferinternet.at, das Bildungs- und Wissenschaftsministerium und das Bundeskanzleramt, sich daran zu beteiligen - etwa mittels Schulungen in Medienkompetenz, Workshops oder anderen Aktivitäten. Den ganzen Februar können Schulen und Jugendorganisationen ihre Projekte unter dem Hashtag #SID2022AT auf ihrem Facebook-, Instagram- oder Twitterkanal posten - unter allen teilnehmenden Einrichtungen werden Preise wie etwa Saferinternet.at-Workshops verlost.