Rund 20 Klimaaktivisten von "Letzte Generation AT" haben Dienstagfrüh den Verteilerkreis in Favoriten blockiert. Laut Polizeisprecher Christopher Verhnjak war die Exekutive seit etwa 7.40 Uhr an Ort und Stelle, um die Lage zunächst einmal einzuschätzen. Die Blockade des Morgenverkehrs wurde von der Exekutive schließlich gegen 8.50 Uhr aufgelöst, es gab vier Festnahmen.

Laut ÖAMTC wurde der Verkehr, soweit es ging, abgeleitet, etwa über die äußere Favoritenstraße und die Ludwig-von-Höhnel-Gasse. Dennoch gab es Staus auf allen Zufahrten, etwa auf der Favoriten- oder Grenzackerstraße. Auf die Südosttangente wirkte sich die Protestaktion nicht aus.

Bereits Montagfrüh hatten Mitglieder der Gruppe "Aufstand der Letzten Generation" vorübergehend den Wiener Gürtel auf der Höhe des Westbahnhofs in beide Fahrtrichtungen blockiert. Die Teilnehmer forderten von der Regierung, Maßnahmen gegen die "grassierende Bodenversiegelung" zu treffen - und kündigten weiteren gewaltfreien Widerstand an, sollte diese Forderung nicht erfüllt werden.

Für Empörung sorgten die Demonstranten bei der FPÖ. "Es geht nicht an, dass ein paar Spinner mit AMS-Hintergrund durch eine Blockade den Verkehr im Süden Wiens zum Erliegen bringen", erklärte Verkehrssprecher Toni Mahdalik. Der Bau von Entlastungsstraßen wirke stauauflösend und somit umwelt- und klimafreundlich.