Die "Baustellenhighlights 2022" präsentierten der Wiener Baustellenkoordinator Peter Lenz und der Leiter der MA 29 (Brückenbau), Hermann Papouschek, am Donnerstag in Wien. Demnach stehen heuer vor allem Öffis, Radwege und große Brückensanierungen auf dem Programm.

Als "sehr einschränkende" Maßnahme bezeichnete Lenz hier vor allem die Gesamtinstandsetzung der Franzensbrücke. Sie ist die Verbindung zwischen dem 2. und 3. Bezirk und Verkehrsknoten zum Praterstern. "Dafür ist von Juni bis August eine Totalsperre inklusive Straßenbahn erforderlich", erklärte Lenz. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung der bereits in den Jahren 1946 bis 1948 wieder errichteten Brücke, müsse die Fahrbahnplatte vollständig erneuert werden. "Das kann man nur in einem Guß machen, deshalb auch die dreimonatige Sperre", meinte Papouschek. Bereits Anfang März würden hier die bestehenden Fahrstreifen auf einen je Fahrtrichtung reduziert. Für die Dauer der Bauzeit werde eine provisorische Fuß- und Radquerung eingerichtet. Die dort fahrende Straßenbahn (Linie O) wird im betreffenden Zeitraum kurzgeführt.

Ersatzbrücke steht bereits

Auch bei der 1977 erbauten Kagraner Brücke seien Schäden und Undichtheiten festgestellt worden. Daher werde nach Einrichtung der Baustelle im Juni von Juli bis November 2022 eine Gesamtinstandsetzung durchgeführt. Es kommt dabei zu einer Einengung der Fahrstreifen in beide Fahrtrichtungen und einem wechselweisen Umlegen. Ebenso runderneuert müsse die Heiligenstädter Brücke werden, wie die Experten ausführten. Allerdings könne hier der Verkehr ab 25. März auf ein bereits errichtetes Ersatztragwerk umgeleitet werden, das später als Fuß- und Radweg weiter zur Verfügung stehen soll.


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Bereits am 1. März beginnt die Baustelle am Matzleinsdorfer Platz. Hier werde im Bereich Margaretengürtel bis zur Kreuzung Matzleinsdorfer Platz/Triester Straße und Passage Matzleinsdorfer Platz die Eindeckung der Unterpflaster-Straßenbahn erneuert. Ab März wird daher das Abbiegen vom Äußeren Margaretengürtel in Richtung 5. Bezirk nicht mehr möglich sein, auch die Abbiegemöglichkeit Richtung 10. Bezirk wird gesperrt. Hier werde es sehr großräumige Ausweichrouten geben. "Wir werden viele Taferl aufstellen", sagte Lenz. Immerhin sei der Äußere Gürtel ohne Behinderung befahrbar. Die Arbeiten sollen bis 22. Mai dauern.

Weiters wird im Bereich des Franz-Josefs-Kais die U4 saniert. Das betrifft auch den Verkehr, weil auch die Tunneldecke erneuert werden muss. Somit kommt es auf der Straße bis Oktober zu Sperren und Verschwenkungen von Fahrstreifen.

Folgen der Fahrradoffensive

Die Radwegoffensive in der Donaustadt wiederum nehme mit der Realisierung eines baulich getrennten Zweirichtungsradweges in der Wagramer Straße im Abschnitt Arbeiterstrandbadstraße bis Siebeckstraße ihren Anfang. Die Arbeiten dauern laut Lenz von Juni bis November und machen u.a. Fahrbahn-Verengungen in beiden Fahrtrichtungen erforderlich.

Ende Mai werde auch mit der Errichtung eines baulich getrennten Zweirichtungsradweges in der Linken Wienzeile zwischen Winckelmannstraße und Anschützgasse begonnen, geplante Fertigstellung sei am 4. September. Im Bereich Muthgasse-Gunoldstraße beginnen ab 15. April die Arbeiten am Zweirichtungsradweg und kombinierten Geh- und Radweg - hier werde je eine Spur pro Fahrtrichtung aufrechterhalten. Für den Umbau der Muthgasse müsse die stadtauswärtige Spur in der Sommerferienzeit gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die Boschstraße. Das geplante Bauende ist hier September. Und im Bereich Sagedergasse / Breitenfurter Straße wird es wegen Arbeiten am Wasserrohrnetz bis zum Sommer Einbahnführungen geben, so Lenz. (rös)