Ein ständiges Kommen und Gehen, übereinandergestapelte Säcke und viele Helfer, die die Güter sortieren - in der Wiener Pfarrkirche der Ukrainischen Unierten Kirchengemeinde, St. Barbara, werden Spenden für das Kriegsgebiet entgegengenommen und über private Wege an die Grenze und von dort zum Verteilen in die Ukraine gebracht, erzählte der Chorleiter. "Wir brauchen vor allem Medikamente für die Verwundeten und warme Kleidung."


"Keine leichte Kleidung" - ein handgeschriebener Zettel hängt am Eingangstor, dazu eine sehr lange ausgedruckte Liste mit Medikamenten. Vor allem Schmerzmittel und Verbandszeug, das in der Ukraine Leben retten kann, sind gefragt. Am Freitag hat man mit der Sammlung begonnen, seitdem stehen die Pforten von 9.00 bis 20.00 Uhr, auch am Wochenende, offen. Und es kommen nicht nur Mitglieder der ukrainischen Community. "Es sind sehr, sehr viel Österreicher, die helfen wollen", so der Kirchenmann.

Einige Autos schon unterwegs

Fünf bis sechs Autos bzw. Kleintransporter seien bisher mit dem dringend benötigten Gütern abgefahren, und der Platz in der Postgasse 8 wird schon knapp, weshalb ein Teil des gespendeten Materials in anderen Lagern untergebracht wurden, wo sie auf den Transport ins Kriegsgebiet warten. Aber noch immer wird um Spenden gebeten, warme Kleidung und Decken für Kinder, Schlafsäcke, aber auch Geld werden dringend benötigt, betonte der Chorleiter.

Vor der Türe sind zwei ältere Damen auf den Trubel aufmerksam geworden, lesen die Spendenaufrufe und werden von den Helfern, die beim Eingang stehen, informiert. Auch sie wollen am Nachmittag wiederkommen, um die notleidenden Menschen in der Ukraine zu unterstützen. (apa)