Die "Sunken City" auf der Donauinsel soll grundlegend neu gestaltet werden. 2021 hat die Stadt Wien einen Wettbewerb für ein entsprechendes Projekt ausgelobt. Am Mittwoch präsentierte Planungsstadträtin Ulli Sima schließlich die Gewinner.

Eine der Vorgaben des Wettbewerbs war, dass es künftig auf der vor allem als Lokalmeile bekannten Uferzone weniger Gastronomie und mehr Freiflächen geben soll. Als Wettbewerbssieger ging ein Projekt des "Mostlikely Architecture & Common Space Team" hervor.

"Das Siegerprojekt besticht durch einen ausgewogenen und für den spezifischen Ort angemessenen Umgang im Nutzungsangebot, die Architektursprache, die Wegeführungen und ein ansprechendes Freiraum- und Begrünungskonzept", erklärte der Juryvorsitzende, Architekt Albert Wimmer.

Es sieht eine Badelandschaft genauso vor wie Sport-Areale. Der Zugang zum Wasser soll optimiert werden, hieß es. Die Architekten werden nun mit der Erstellung eines Masterplans beauftragt. Das Einreichprojekt soll bis Herbst stehen. Ein Baustart ist für Herbst 2023 vorgesehen, wobei die Umsetzung in Etappen erfolgen soll, um die sommerliche Nutzung möglichst wenig einzuschränken, wie betont wurde.

Weniger Cafés und Restaurants wird es nun auch auf der Sunken City in Zukunft geben. Auf 13.000 Quadratmetern soll eine zeitgemäße Waterfront mit viel Freiräumen, Grün und konsumfreien Flächen entstehen, erläuterte Sima. Ein gastronomisches Angebot wird zwar vorhanden sein, jedoch in reduzierter Form. Die aktuell dort befindlichen Lokale werden jedenfalls abgerissen.

Die Infrastruktur jenes Bereiches ist laut Stadt rund 50 Jahre alt. Dadurch seien auch große Investitionen in die Substanz erforderlich. Das neu zu gestaltende Projektgebiet erstreckt sich von der Reichsbrücke bis hinauf zur Höhe des ersten Badestegs inklusive des ehemaligen Inselcafés - aber exklusive des prägnanten Leuchtturms.

Die Sunken City liegt an der Neuen Donau und ist der zweite Abschnitt in diesem Bereich, der umfassend umgestaltet wird. Am "Festland"-Ufer gegenüber wurde bereits die Copa Cagrana erneuert - nach mehrjährigem Streit mit dem einstigen Pächter. Die meisten, großteils desolaten Lokale dort wurden abgerissen. Sogar der Name musste weichen: Aus der Copa Cagrana wurde inzwischen der Copa Beach.

"Mit dem Copa Beach hat unser Bezirk einen attraktiven Treffpunkt erhalten, der weit über die Bezirksgrenzen bekannt ist und von den Wienerinnen und Wienern gerne genutzt wird. Die Neue Donau bietet ein enormes Potenzial an Erholungs-, Freizeit- und Naturerlebnis mitten in der Großstadt. Ich freue mich sehr, dass unser Bezirk nun auch am rechten Ufer der Neuen Donau einen neuen Anziehungspunkt bekommt", sagte der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy.