Routinearbeiten der Wiener Netze sorgten am Donnerstag für Konflikte mit einem Anwohner der Baustelle in Favoriten. "Wir wollten ein Stromkabel verlegen, aber ein Anrainer wollte das nicht", sagt eine Sprecherin der Wiener Netze.  Die Baustelle sei ordnungsgemäß angemeldet gewesen.

Ex-Politiker legt Veto ein

Als die Arbeiten an der neuen Leitung Donnerstagfrüh begonnen werden sollten, legte der Anrainer, der sich als Ex-FPÖ- und Ex-BZÖ-Politiker Peter Westenthaler vorstellte, ein Veto ein und blockierte den Leitungsbau. "Es war mein Privatgrund, auf dem eine Firma Bauarbeiten durchführen wollte", sagt Westenthaler zur "Wiener Zeitung". "Das kann nicht sein, dass einfach auf meinem eigenen Grund aufgegraben wird." In einem längeren Gespräch habe man die Causa gütlich lösen können. "Wir haben uns geeinigt. Die Rechtsstaatlichkeit ist wieder hergestellt, damit kann morgen weitergebaut werden", sagt der streitbare, ehemalige Politiker.

Gültiger Bescheid

"Wir haben einen gültigen Baubescheid der MA 28 gehabt", widerspricht man seitens der Wiener Netze dem Vorwurf, die Rechtsstaatlichkeit verletzt zu haben. Die Grabungen würden auf einem Gehsteig ausgeführt. Man sei aber froh, sich "mit dem Anrainer geeinigt" zu haben und die Arbeiten mit einiger Verzögerung zum Abschluss bringen zu können.