Man sieht es Betroffenen nicht an, dass sie darunter leiden. Dabei wirken sich die chronisch entzündlichen, unheilbaren Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (CED) auf sämtliche Lebensbereiche aus - auf die Ausbildung, den Beruf, die Familienplanung oder Freizeitgestaltung. CED gehen unter anderem mit plötzlichen Bauchkrämpfen und Durchfällen einher. Unter dem Titel #makeitvisible startete die Patienten-Serviceplattform CED-Kompass daher anlässlich des Welt-CED-Tages am 19. Mai eine Bewusstseinskampagne auf Wiener Straßenbahnen, für die Fotokünstlerin Barbara Wirl Betroffene abgelichtet hat.

60.000 bis 80.000 Menschen leiden in Österreich unter CED. Aus Scham oder auch aus Angst vor Stigmatisierung oder Jobverlust halten viele Betroffene ihre Erkrankung geheim. "Es sind vor allem diese Alltagsthemen, die Betroffene beschäftigen und die auch kompetent unterstützt werden müssen. So sind im besten Fall etwa CED-Nurses in multidisziplinären Behandlungsteams rund um CED-PatientInnen eingebunden, um abseits der Langzeit-Therapiebegleitung bei individuellen Themen wie Sexualität, Schwangerschaft oder Ernährung zu beraten. Es gibt in Österreich mittlerweile gut zwei Dutzend gut ausgebildete CED-Nurses, die einen großen Mehrwert in der kompetenten Langzeitbetreuung liefern", sagtTobias Mooslechner, MSc, selbst CED-Nurse an der Medizinischen Universität Wien und Vizepräsident von CED-Nursing Austria. Der Verein betreibt zudem – in Kooperation mit dem CED-Kompass – seit 2018 die CED-Helpline, eine telefonische Anlaufstelle für CED-Betroffene abseits ihrer Versorgungseinrichtungen.

Für die Kampagne hat Fotokünstlerin Barbara Wirl Betroffene abgelichtet. 
- © Barbara Wirl

Für die Kampagne hat Fotokünstlerin Barbara Wirl Betroffene abgelichtet.

- © Barbara Wirl