ob Parkplatzprobleme, Stau oder die manchmal heftige Diskussion mit anderen Verkehrsteilnehmern - sie gibt es, seit Autos in der Stadt existieren. In Wien ist das ungefähr seit dem Jahr 1900 so. Kaum ein Verkehrsproblem ist seither wirklich neu, viele wurden zwar in der Zwischenzeit besser geregelt, aber kaum endgültig gelöst.

Erste Ampeln in Wien gab es 1930. 
- © ÖNB / Lothar Rübelt

Erste Ampeln in Wien gab es 1930.

- © ÖNB / Lothar Rübelt

Eine umfangreiche Enzyklopädie liefert dafür reichlich Bildmaterial: "Automobiles Österreich" skizziert die heimische Autogeschichte der letzten hundert Jahre. Matthias Marschik und Edgar Schütz trugen in ihrem Buch vielfältiges Bildmaterial zusammen. Ihr umfangreiches Werk erschien in der Edition Winkler-Hermaden (ISBN 978-3-9519804-7-8). Eine verblüffende Dokumentation, die zeigt, dass es wohl neuer Ideen in der Verkehrspolitik bedarf. Sonst bleibt alles - scheinbar neu - letztlich doch beim Alten.

Die ersten "Zebrastreifen" folgten erst 1954, hier in der Mariahilfer Straße. Den absoluten Vorrang darauf haben Fußgänger erst seit 1994. - © apa / ÖNB / US-Information Service
Die ersten "Zebrastreifen" folgten erst 1954, hier in der Mariahilfer Straße. Den absoluten Vorrang darauf haben Fußgänger erst seit 1994. - © apa / ÖNB / US-Information Service

Paul Vécsei