Das eigene Kraftfahrzeug - sei es noch so klein - ob mit zwei oder vier Rädern, wurde in der Wiederaufbaugesellschaft nach 1945 zum Statussymbol. Zahlreiche Bilddokumente, Anekdoten und auch Schlager aus der damaligen Zeit belegen dies.

Es gab bald erste Salons, wo sich der kleine Mann Stoff für große Autoträume abholen konnte. Selbst wenn er es anschließend billiger gab und mit einem Kleinstwagen vorliebnehmen musste, zu dem Gattin und Familienmitglieder finanziell beitrugen. Häufig gab es alles nur auf Pump, aber die Banken spielten in einer Wirtschaft mit Rekordzuwächsen gerne mit. - Und selbst das kleinste Gogomobil gab für die Augen und das Prestige in der Nachbarschaft etwas her.

Selbst der ganz kleine Puch 500 konnte in der Zeit nach dem Krieg zum großen Wunsch- und Traumauto für die Wiener Autofahrer werden. Am Ring wurden die Modelle präsentiert. - © apa / ÖNB / Albert Hilscher
Selbst der ganz kleine Puch 500 konnte in der Zeit nach dem Krieg zum großen Wunsch- und Traumauto für die Wiener Autofahrer werden. Am Ring wurden die Modelle präsentiert. - © apa / ÖNB / Albert Hilscher

Zahlreiche Fotos über das damalige Autofieber in Wien finden sich im Band "Automobiles Österreich" (Edition Winkler-Hermaden), über den wir in der Vorwoche berichteten. Leserreaktionen haben uns nun zur Publikation weiterer Bilder veranlasst.

Paul Vécsei