Am Samstag findet die Lange Nacht der Museen in ganz Österreich statt - sowie übrigens auch in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland (Lindau am Bodensee und Wasserburg). Rund 630 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen laden von 18 bis 1 Uhr Früh zu einer kulturellen Entdeckungsreise. In Wien sind es insgesamt 112 verschiedene Museen und Ausstellungen, die spätabendlich ihre Pforten für alle Kunst- und Kulturinteressierten öffnen.

Die regulären Tickets kosten 15 Euro, ermäßigte (für Schüler, Studenten, Senioren, Menschen mit Behinderungen und Präsenzdiener) und gelten für alle beteiligten Institutionen sowie als Fahrschein für die Öffis. Der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre ist frei.

Im Vorverkauf sind die Tickets bei allen teilnehmenden Museen erhältlich sowie am "Treffpunkt Museum": In Wien befindet sich dieserr am Maria-Theresien-Platz - und zwar ab heute, Donnerstag, von 14 bis 18 Uhr, am Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie am Tag der Veranstaltung ab 9 Uhr. Der "Treffpunkt Museum" findet sich in jeder Landeshauptstadt - einzige Ausnahme ist Vorarlberg, hier ist er in Dornbirn. Darüber hinaus ist in Krems ein weiterer Treffpunkt eingerichtet.

Donaukanal-Kunst

Ein Kunsterlebnis der besonderen Art erleben Besucher in Wien während einer nächtlichen Street Art River Cruise entlang des Donaukanals. Kommentiert durch einen Street-Art-Experten tauchen die Besucher im Freiluftmuseum am Wasser in die urbane Kunstszene Wiens ein.

Bei einem Besuch in der Schokomichi Fabrik in der Sechshauser Straße im 15. Bezirk kommen Schokolade-Fans auf ihre Kosten. In der historischen Fabrik aus 1880 wird bis heute Schokolade hergestellt und eine private Sammlung mit Exponaten aus der Süßwarenproduktion erzählt die "süße Geschichte Wiens".


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Im FLiP, dem Erste Financial Life Park, soll Jugendlichen und Erwachsenen spielerisch der richtige Umgang mit Geld vermittelt werden. Zielgruppengerechte Touren gehen im Erste Campus neben dem Schloss Belvedere auf das Thema Finanzen.

Im Kunsthistorischen Museum steht heuer die Antikensammlung im Fokus. Experten gewähren Einblicke in die Arbeit der Erforschung und Restaurierung solcher Kulturgüter.

Digitales Entertainment

Als Kontrastprogramm lockt das Technische Museum mit einer Spezialausstellung rund um digitales Entertainment. Auf die Besucher warten interaktive VR-Erlebnisse, Spielestationen und Show-Matches aus E-Sport und Gaming.

Im wiedereröffneten Josephinum können Besucher historische Wachsmodelle bestaunen, sowie die Geschichte Josephs II., der Medizinischen Schule und der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich entdecken.

Für Musikbegeisterte ist das Arnold Schönberg Center ein besonderes Highlight. Als eines der bedeutendstes Komponisten-Archiv der Welt beherbergt es Schönbergs Nachlass und gibt Einblicke in sein Schaffen.

Wer persönliche Familienforschung in Böhmen und Mähren betreiben will, besucht am besten das Böhmerwaldmuseum. Neben einer Sonderausstellung ausgewählter Exponate, zeigen Familienforscher den Besuchern Tipps und Tricks zu Forschungsmöglichkeiten im Internet und beim Entziffern alter Schriften. Ein weiteres Highlight der diesjährigen Langen Nacht der Museen ist die Arik Bauer Kunstsammlung, die sich im Untergeschoß seiner Villa im Cottageviertel befindet.

Kinderprogramm

Auch Kindern wird in der Langen Nacht der Museen ein spannendes Programm geboten. 51 Museen haben ein speziell auf Kinder zugeschnittenes Programm vorbereitet. Etwa das Königreich der Eisenbahnen im Wiener Prater, das mit seiner großen Modelleisenbahn auf einer Fläche von 270 Quadratmetern ganz Wien im Miniaturformat abbildet.Kleine Besucher stehen heuer im Fokus des Polzeimuseums. Schon ab 18 Uhr startet in der Marokkanerkaserne eine erste Schnitzeljagd: In der Polizeischule hat sich ein mysteriöser Diebstahl ereignet, der aufgeklärt werden muss. Am Ende werden Lösungen belohnt. Die Kinder dürfen in der Langen Nacht der Museen auch in Polizeiuniformen schlüpfen und in echten Polizeiautos Platz nehmen. Absolutes Highlight für die kleinen Gäste ist der Fingerabdruck-Workshop: Unter Anleitung eines Experten für Spurensicherung erfahren die Kinder warum jeder Abdruck einzigartig ist, wie man ihn sichtbar macht und abnimmt. Jedes Kind kann eigene Finger- und Handabdrücke anfertigen und mit nach Hause nehmen.