In der Wiener Spittelau entsteht mit dem Climate Lab ein Innovationshub für Klimaakteure aus ganz Europa. Auf über 1000 Quadratmetern soll hier ein Ort der Vernetzung und des Austausches entstehen, der NGOs, Start-Ups, Universitäten und etablierte Unternehmen zur branchenübergreifenden Zusammenarbeit gegen die Klimakrise einlädt. Nach einem halben Jahr Umbauzeit wurde das Climate Lab am Donnerstag von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, Sektionschef Jürgen Schneider in Vertretung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) und den Initiatoren und Betreibern des Projekts feierlich eröffnet.

"Inmitten von Krisen haben wir eine generationenübergreifende Verantwortung bei der Bewältigung der Klimakrise. Mit dieser Zusammenarbeit von Bund, Land, Wirtschaft und Wissenschaft, die auch in die Bundesländer und über die Landesgrenzen nach ganz Europa hinweg ausstrahlen soll, leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft Österreichs und Europas", kommentiert Hanke das Projekt.

Die Vernetzung und Kooperation von Start-Ups, Wissenschaftlern, Investoren, der öffentlichen Hand mit der Expertise etablierten Unternehmen sind wichtige Erfolgsfaktoren beim Erreichen der Klimaziele Österreichs. Im ersten Climate Lab Österreich sollen innovative Partnerschaften entstehen, die Lösungen für Klimawandel und Klimaanpassung in den Bereichen Energie, Mobilität, Bauen, Wohnen und Kreislaufwirtschaft entwickeln und Österreichs Weg zur Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft vorantreiben sollen.

"Ideen für klimafitte Zukunft"

"Das Climate Lab ist der ideale Ort, wo Start-ups und Unternehmen, die Forschung sowie Innovatoren zusammenkommen. So sorgen wir für Partnerschaften quer über Branchen und Sektoren hinweg. Genau diesen Austausch im gemeinsamen Erarbeiten guter Lösungen brauchen wir – für mehr Klimaschutz in Österreich. Mit seinen Themenschwerpunkten – von der Energiewende bis hin zur Kreislaufwirtschaft – werden hier große Ideen für unsere klimafitte Zukunft entstehen", freut sich Gewessler.

Das Projekt entstand auf Initiative des Klima- und Energieschutzfond und wurde mit Mitteln des Klimaschutzministerium realisiert. Die Ausschreibung im Jahr 2021 konnten die Wien Energie sowie die Unternehmen Impact Hub und EIT Climate-KIC mit ihrem Konzept für das Climate Lab gewinnen. Impact Hub ist ein weltweit führendes Netzwerk für soziale und ökologische Innovationen, während EIT Cimate-KIC durch ihr Netzwerk von Partnerorganisationen und Verbindungen zur europäischen Kommission internationale Impulse nach Österreich und Österreichs Ideen über die Landesgrenzen hinaustragen wolle, erklärt der österreichische Geschäftsführer Johannes Naimer-Stach.

Sitz im Hunderwasser-Hochaus

Das neue Climate Lab befindet sich im Hundertwasser-Hochhaus am Wiener Donaukanal. Auf drei Stockwerken und einer Fläche von über 1000 Quadratmetern entstehen Arbeits- und Veranstaltungsräumlichkeiten, die dem gemeinsamen Arbeiten, Lernen und Austauschen künftig einen Raum bieten. Der Nachhaltigkeitsaspekt spiegelt sich auch bei der Ausstattung der Räumlichkeiten in Form von Stühlen aus recyclebarem Plastik, Böden belegt mit CO2-negativen Teppichfliesen sowie Kunstwerken, aus denen angeblich Bienenwaben entstehen können.

Bereits vor der Eröffnung konnten mit Unternehmen wie den Wiener Linien, Siemens Energy, Atos, der Wirtschaftsagentur, ASCR, Rhomberg, Voestalpine und Lafarge erste Partner an Land gezogen werden. Auch erste gemeinsame Themen in den Bereichen Mobilitätswende, Gasausstieg und Zirkularität am Bau wurden bereits identifiziert und in Multi-Partnerprogrammformate übersetzt. Weitere Interessenten, die im Climate Lab arbeiten oder sich dort vernetzen wollen, können sich melden.