Die Museen öffnen am Samstag des Nächtens ihre Pforten. Bereits zum 22. Mal findet die "Lange Nacht der Museen" statt. Von 18 Uhr bis 1 Uhr früh gewähren rund 630 Einrichtungen in ganz Österreich, Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland Eintritt in ihre Räumlichkeiten, sofern ein Ticket zum regulären Preis von 15 Euro vorgewiesen wird.

Abseits der großen und bekannten Institutionen kann man in Wien auch die Gelegenheit nutzen, weniger Bekanntes zu besichtigen. Wer beispielsweise Näheres über die Freimaurerei erfahren möchte kann dies im Palais Pálffy am Josefplatz 6 in der City machen. Der internationale Freimaurerorden "Le Droit Humain" feiert sein hundertjähriges bestehen und ist die älteste Freimaurerorganisation, die sowohl Frauen als auch Männern offensteht - unabhängig von sozialer, ethnischer oder religiöser Herkunft.

Alles rund um das Buch der Bücher lässt sich in einer ganz neuen Ausstellung im Bibelzentrum entdecken: Was "Tohuwabohu" und der Regenbogen mit der Bibel zu tun haben, erfährt man hier und kann zugleich Erstdrucke der Bibel in Sanskrit und Chinesisch bestaunen (Breite Gasse 4-8, 1070 Wien).

Das Böhmerwaldmuseum Wien zeigt die Geschichte Böhmens und Mährens und die zahlreichen historischen Verbindungen zu Wien. Das Museum bietet persönliche Beratung und eine umfangreiche Bibliothek zur Familienforschung (Ungargasse 3, 1030 Wien).

Das Foltermuseum beschäftigt sich mit der Entwicklung der Rechtsgeschichte und Körperstrafen von der Antike bis in die Neuzeit. Die aktuelle Sonderausstellung zeigt, dass auch heute noch gefoltert wird und die Menschheit hier aus der Geschichte nichts gelernt hat (Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien).

Die historische Kuffner Sternwarte beherbergt eine bedeutende Sammlung astronomischer Instrumente aus dem 19. Jahrhundert. Hier kann man auch einen Blick durch das mehr als 125 Jahre alte Teleskop werfern (Johann-Staud-Straße 10, 1160 Wien).

Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch ist das erste und weltweit einzige seiner Art. Hier wird erklärt, wie die Spirale funktioniert, und was Coca-Cola mit Verhütung zu tun hat (Mariahilfer Gürtel 37, 1. Stock, 1150 Wien).

Das Original Wiener Schneekugelmuseum zeigt Sonderanfertigungen und bietet einen Überblick über die Herstellung der runden Souvenirs. Auch die Werkstatt aus Großvaters Zeiten steht noch und kann in der Schumanngasse 87, 1170 Wien besichtigt werden.

Das Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek präsentiert einzigartige Objekte aus 3.000 Jahren ägyptischer Kultur (Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien).

Der sogenannte "Narrenturm" beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung an Humanpräparaten, darunter Feucht- und Knochenpräparate, Wachsobjekte sowie medizinische Geräte (Spitalgasse 2, Altes AKH, Hof 6, 1090 Wien).

Das Pharma- und Drogistenmuseum dokumentiert die Geschichte der Drogerie als "Apotheke des kleinen Mannes" und Universalsortimenter mit historischen Arzneien - wie Drachenblut, Spanische Fliege oder Mumia vera - und der Originaleinrichtung einer Drogerie aus dem Jahr 1908 mit Arbeitsgeräten und historischen Markenartikeln (Währinger Straße 14, 1090 Wien).

Das normalerweise nur schwer zugängliche Polizeimuseum Wien ist 1898 aus den Exponaten einer Polizei-Leistungsschau anlässlich des 50-Jahr-Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs entstanden. Die Präsentation zeigt anhand von Waffen, Uniformen, Dokumenten, Bildern und Schautafeln die Entwicklung der Wiener Polizei (Marokkanergasse 4, 1030 Wien).

Das Rauchfangkehrermuseum befindet sich - gemeinsam mit dem Bezirksmuseum Wieden - in einem ehemaligen Tröpferlbad. Im zweiten Stock erfährt man alles über das Berufsbild der Rauchfangkehrer und Rauchfangkehrerinnen: Von der Geschichte über Gerätschaften und Arbeitsweisen bis hin zur Traditionspflege des Berufs (Klagbaumgasse 4, 2. Stock, 1040 Wien).