Ein Auto ist in der Nacht auf Samstag aus bisher ungeklärter Ursache in Wien-Floridsdorf in einen Supermarkt gekracht und hat einen Vollbrand ausgelöst. Verletzt wurde bei dem Vorfall in der Jedleseer Straße niemand. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Insassen des Wagen flüchteten. Unklar blieben die Hintergründe des Vorfalls, Ortskundige hielten es für praktisch ausgeschlossen, dass es ein Unfall war.

Gegen 4.15 Uhr war der Pkw in das Geschäftslokal gekracht und hatte die Glasfassade durchschlagen. Die Insassen flüchteten, wie Polizeisprecher Daniel Fürst mitteilte. Der Pkw und nachfolgend der Supermarkt gerieten in Brand. Laut Lukas Schauer, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, waren mehrere Anrainer durch den Lärm wach geworden und hatten die Einsatzkräfte verständigt.

Zehn Feuerwehrautos und 45 Einsatzkräfte

Die Feuerwehr rückte mit zehn Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften aus. Trupps legten mehrere Löschleitungen und bekämpften die Flammen teilweise unter Atemschutz von außen und innen. Dabei kam von einer Drehleiter aus auch ein Wasserwerfer zum Einsatz. Mit speziellen Trennsägen öffneten Feuerwehrleute die Dachkonstruktion, um diese auf eine Ausbreitung des Feuers bzw. Glutnester zu kontrollieren. Hohlräume mussten mit Löschschaum geflutet werden. Der Einsatz war erst sechseinhalb Stunden später abgeschlossen.

Warum der Wagen in den Markt raste, war am Samstagvormittag noch unklar. Die Brandermittler des Landeskriminalamtes übernahmen die Untersuchung. Ortskundige schlossen de facto aus, dass es sich um einen Unfall handelte. Die Glasfassade des Marktes war etwas von der Straße entfernt, davor standen unter anderem Altglascontainer, es gab davor einen Parkplatz, der durch ein Geländer vom Gehsteig und der Straße getrennt war.

In sozialen Netzwerken wurde spekuliert, dass es die Autoinsassen auf einen Bankomaten in dem Supermarkt abgesehen hatten. Bei der Polizei bezweifelte man diese Version, da es doch ein höchst unprofessioneller Versuch wäre, an das Geld zu kommen. Die Exekutive ersuchte allfällige Zeugen des Vorfalls, sich unter der Telefonnummer 01-31310-33800 DW beim Ermittlungsdienst des Landeskriminalamtes zu melden. (apa)